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Thomas Bernhard: Ein Kind

ein kind
Ein Kind.

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Von allein hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen, aber ich bin durch die Klassiker-Leserunde darauf aufmerksam geworden und habe es mir deswegen gekauft.

Zum Inhalt: Thomas Bernhard beschreibt in diesem Buch seine Kindheit. Die Liebe zum despotischen Großvater, der dem jungen Bernhard die Welt bedeutet, auch wenn viele Erinnerungen an den Großvater dem Leser schlimm erscheinen: dieser hielt die Schule für einen Ort, der junge Menschen nur verderben könnte, lobte Terroristen für ihren Mut und hasste die Welt, in der er mit seiner Familie lebte, leidenschaftlich.
Dennoch fühlte Bernhard sich mit diesem Mann immer noch sicherer als mit seiner Mutter, für die er immer nur ein Schandfleck war, eine Erinnerung daran, dass sie ihre Ehre ruiniert und ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hatte. Sie zeigte dem Jungen niemals, dass sie ihn liebte, und muss es doch auf ihre Weise getan haben, schließlich behielt sie Bernhard immer bei sich und achtete auf ihn.
Hart sind die Erinnerungen an diese Zeit: der Umgang mit Kindern, die nicht der Norm entsprachen, die Veränderung der Welt, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, die Frage, ob Bernhard schwer erziehbar oder einfach nur hochintelligent war und deswegen in keines der Raster passte, die man ihm überstülpen wollte...
Der Erzählstil ist wie der einer mündlichen Erzählung. Sie verläuft nicht chronologisch, sondern springt assoziativ hin und her, lässt Dinge aus, erinnert sich mal voller Emotionen, mal distanziert an das, was war.

Wie mir das Buch gefallen hat: Stellenweise war es sehr interessant zu lesen und gefiel mir recht gut. Dann wieder war es langatmig oder zu sprunghaft - und es war schwierig, weil der Autor seine Leser immer auf Distanz hielt und eine Identifikation nicht möglich war. Ich weiß nicht recht, was ich von dem Buch halten soll - denn es hat mich schon stellenweise fasziniert, jedoch ohne mich zu berühren.

23.2.08 22:31
 



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