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James W. Nichol: Verachtet

verachtet
Verachtet.

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch haben Thore und ich uns auf Langeoog in der Buchhandlung Krebs gekauft. Und zwar kurz vor Silvester, damit der gute Vorsatz fürs neue Jahr, den SUB erstmal abzubauen, bestehen bleiben konnte (inzwischen natürlich gebrochen). Dieses Buch ist dadurch besonders, dass es einen Aufkleber hat, der besagt, dass dies eigentlich ein "Leseexemplar für die Taschenbuchabteilung" ist.

Zum Inhalt: Zwei Handlungsstränge - beide in den vierziger Jahren angesiedelt - werden in dem Buch parallel erzählt und man weiß deswegen natürlich schon, dass sie zusammenhängen - die Auflösung hinterher ist aber sehr spannend und unerwartet!
In der Nähe des kleinen kanadischen Ortes Paris wird die Leiche eines Mannes gefunden. Sie ist bereits stark verwest und so kann man seine Identität nicht wirklich herausfinden. Nur eines scheint sicher, nämlich, dass der Mann hingerichtet worden ist - ihm wurde in den Hinterkopf geschossen. Jack, der örtliche Polizeibeamte, muss ermitteln und dabei gegen die nächsthöhere Behörde ankämpfen, die ihm den Fall streitig machen will. Und er kämpft gegen seine eigenen Schuldgefühle, die ihn verfolgen, seitdem sein Sohn freiwillig als Soldat in den Zweiten Weltkrieg zog.
Die zweite - und wesentlich wichtigere Geschichte - handelt von Adèle, einer jungen Französin, die in der Stadt Rouen versucht, ihre Familie durch den Krieg zu bringen. Ihr Vater ist verschwunden, ihre Mutter und ihre Geschwister finden sich in den Wirren des Krieges nicht zurecht und brauchen die Unterstützung der großen Schwester. Und eines Tages, als Adèle eigentlich etwas über den Aufenthaltsort ihres verschollenen Vaters erfahren will, passiert das Unvorstellbare: Adèle verliebt sich in einen deutschen Soldaten. - Da diese Liebe nur Unheil bringen kann, versucht die junge Frau, gegen ihre Gefühle anzukämpfen. Doch als sie merkt, dass ihre Liebe zu Manfred stärker ist als ihre Angst, muss sie sich der Verachtung und den Qualen ihrer Mitmenschen aussetzen - und fliehen, ohne zu wissen, ob Manfreds und ihre Liebe halten wird und was mit ihr geschieht...

Wie mir das Buch gefallen hat: Ich habe schon das erste Buch des Autors gelesen, dass ich ganz gut, aber nicht übermäßig grandios fand. Dieser Roman hat mich wirklich überrascht, denn er hat mich von Anfang an gefesselt und berührt. Die Verzweiflung und die Gefühle der Charaktere ist wirklich eindrucksvoll beschrieben - und bis zum Ende fiebert man mit Adèle mit. Gut gefallen hat mir daran auch, dass Nichol zwar das Grauen des Zweiten Weltkriegs beschreibt, es aber nie als Sensationsgeschichte in den Vordergrund rückt. Das macht das Buch wirklich zu einem Roman, den ich immer wieder lesen würde!

9.3.08 12:36
 



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