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Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg

ich bin dann mal weg
Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch ist ja so eines von denen, an denen man einfach nicht vorbeikommt. Überall wird davon gesprochen, Freunde, Kollegen, Familie, jeder kennt es. Wir haben es nun von Thores Mutter bekommen und nach einiger Zeit auf dem SUB wanderte es endlich in meine Leseecke.

Zum Inhalt: Nachdem er mit einigen Krankheiten zu tun hatte und sich generell einfach überarbeitet fühlt, beschließt Hape Kerkeling relativ kurzfristig, pilgern zu gehen. "Ich bin dann mal weg", sagt er einfach zu seinen Freunden, und mit diesen Worten begibt er sich auf den Jakobsweg, um nach Santiago de Compostela zu laufen.
Doch das Pilgern ist nicht ganz so einfach, wie Kerkeling sich das gedacht hatte. Einige der Etappen sind sehr anstrengend, das Wetter trägt auch nicht gerade dazu bei, dass der Weg einem leichter erscheint, und in Topform ist der Komiker auch nicht gerade, als er sich auf den Weg macht. Oft hat er mit Schmerzen zu kämpfen und gerade am Anfang muss er bei der ein oder anderen Etappe ein bisschen schummeln, um ans Ziel zu gelangen.
Doch mit der Zeit entwickelt der Weg eine ganz besondere Eigendynamik, die Kerkeling meiner Meinung nach auf sehr eindrucksvolle Weise zu beschreiben weiß: zum Einen sind dort einige interessante Punkte und Pilgerstätten, die so - fremd oder anders sind, als ich mir das immer vorgestellt hatte, dass man interessiert verfolgt, wie Kerkeling die Massenquartiere, in denen die Pilger unterkommen können, beschreibt. Dann sind da die Menschen, denen er begegnet und von denen er vielen einige Zeilen widmet, indem er sie uns beschreibt und Vermutungen über sie anstellt. Und dann ist da noch die Veränderung in Hape Kerkeling selbst, die einem während des Lesens deutlich wird: sein Blickwinkel scheint sich zu verschieben, je weiter er seinem Ziel kommt, und je weiter sein Weg ihn führt, umso mehr scheint er auch im Reinen mit sich selbst zu sein.
Faszinierend sind einige der Episoden, die ihm zwischendurch widerfahren, allemal. Sei es eine Begegnung mit vermeintlich gefährlichen Hunden, eine Weisheit über Schmetterlinge oder das Zusammentreffen mit einem Mann, der an eine Figur aus einem Roman von Michael Ende erinnert, ... das und vieles mehr sind Dinge, die man sicher aus dem Buch in Erinnerung behalten wird.

Wie mir das Buch gefallen hat: Geschrieben ist das Buch sehr gut und kurzweilig, es macht Spaß, den Jakobsweg zusammen mit Hape Kerkeling zu gehen und einen Teil seiner Reise mit ihm zu teilen. Es lässt sich rasch lesen und ist sehr humorvoll, stellenweise aber auch nachdenklich und tiefgründiger. Insgesamt finde ich, dass es sich wirklich lohnt, das Buch zu lesen, und dass es seinen Platz in den Bestsellerlisten wirklich verdient hat!

19.4.08 22:54
 



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