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Heinz Strunk: Fleisch ist mein Gemüse

fleisch ist mein gemüse
Fleisch ist mein Gemüse. Eine Landjugend mit Musik

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch hat Thore sich letztens, kurz nach überstandener Examenszeit gekauft. Innerhalb von zwei Tagen hatte er es ausgelesen und damit meine Neugier auf das Buch geweckt. Deswegen habe ich es mir jetzt gleich mal geschnappt und gelesen.

Zum Inhalt: "Das Leben ist zu kurz, um Beilagen zu essen", sagt ein Bekannter von Heinz Strunk schon zu Beginn des Buches. Klingt so, als sei hier eine Lebensweisheit zu finden, die uns sagen will: Verplempere nicht deine Zeit, nutze dein Leben.
Doch das spiegelt absolut nicht wieder, was Heinz Strunk in diesem Buch über sein Leben erzählt. Schon in seiner Schulzeit ist er irgendwie immer ein Außenseiter, immer der, der keine Frau abbekommt. Einer, der im Sommer nicht gern vor die Tür geht. Und zu allem Überfluss auch noch einer, der sich mit Erwachsenenakne herumschlagen muss, einer sehr hartnäckigen Form von Akne, der in Strunks Jugendjahren noch mit keinem Präparat beizukommen ist.
Eines Tages erhält er die Möglichkeit, in der Tanzband "Tiffanys" mitzuspielen. Ein Freund, der in einem Musikladen arbeitet, vermittelt ihn dorthin. Und Strunk findet endlich Anschluss. Bei Leuten, die ihm gar nicht mal so unähnlich sind. Irgendwie sind sie im wahren Leben alle Verlierer, die sich danach sehnen, eine Freundin zu haben, Geld zu verdienen, angesehen und erfolgreich zu sein.
Doch statt dessen stehen sie auf Schützenfesten, runden Geburtstagen, Bauernhochzeiten und drittklassigen Silvesterveranstaltungen auf der Bühne und spielen die immer gleichen Hits. Schlager der fünfziger und sechziger und siebziger. Aber auch Westernhagen und Klaus & Klaus.
Neben dieser Welt, in der Strunk lebt, bleibt ihm nicht viel. Sein Vater lebt nicht mehr und seine Mutter ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch eigentlich bereits am Ende. Sie leidet unter Wahnvorstellungen und ist auf Hilfe angewiesen, womit Strunk sich allerdings irgendwie auch überfordert fühlt.
Man verfolgt sein Leben durch ein paar Jahre hindurch und hofft immer auf ein Happy End. Eine tolle Frau, die sich in ihn verliebt. Einen tollen Job, bei dem er viel Geld verdienen wird. Doch in Wirklichkeit tut sich erschreckend wenig.

Wie mir das Buch gefallen hat: Auf den ersten Blick ist die Geschichte lustig erzählt. Ich habe oft lachen müssen. Das tut einem dann immer sofort leid, wenn man daran denkt, dass der Autor das alles wirklich erlebt hat oder haben soll. Der Humor ist - von der Seite aus gesehen - vielleicht Gelgenhumor, auf jeden Fall aber bemerkenswert.
Ein Buch, das man an einem Sonnentag auf der Terrasse ganz gut lesen kann. Mir hat's zumindest gefallen.

27.4.08 12:32
 



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