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Sylvia Plath: Die Glasglocke

glasglocke
Die Glasglocke (suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe)

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ohne die Klassiker-Leserunde hätte ich das Buch wahrscheinlich nie gelesen, auch wenn mir der Titel irgendwie etwas gesagt hat, wahrscheinlich wegen irgendwelcher Empfehlungen, die ich von amazon.de bekommen habe. Nun ist es aber doch in mein Regal gewandert und hat den Stapel der ungelesenen Bücher schnell verlassen.

Zum Inhalt: Esthers Sommer in New York ist sehr ereignisreich. Sie und zwölf andere Mädchen erleben das, wovon Millionen junger Amerikanerinnen träumen: sie tragen die neueste Mode, sehen Fotos von sich selbst in bekannten Zeitschriften und treffen jede Menge neuer und interessanter Menschen. Doch Esther kann sich mit alledem nicht wirklich identifizieren, sie ist unzufrieden und rastlos, weiß nicht recht, was sie nach diesem Sommer mit ihrem Leben anfangen soll und wie sie einmal ihren Lebensunterhalt verdienen will.
Nur eines ist ihr klar, sie will nicht so sein wie die anderen Mädchen, mit denen sie in New York ist. Sie sehnt sich nicht danach zu heiraten und eine Familie zu haben. Ihren festen Freund, Buddy Willard, liebt Esther auch nicht wirklich, nur empfindet sie es als ungeheuer praktisch, sagen zu können, dass sie vergeben ist. Dies erspart ihr nicht nur "lästige Dates" mit Fremden, sondern sie kann samstags auch ganz zu Hause bleiben und lernen, da Buddy wegen Tuberkulose behandelt wird und jeder sie, die tapfere Freundin, bemitleidet und versteht, dass sie nicht ausgehen will.
Doch als dieser doch recht unbeschwerte Sommer vorbei ist, und Esther wieder nach Hause muss, fällt ihr Leben wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Sie hatte damit gerechnet, einen Kurs bei einem bekannten Schriftsteller machen zu können, doch als sie für diesen abgelehnt wird, fällt sie in ein tiefes Loch. Unfähig, sich aus diesem Gefühl zu befreien, will Esther nur noch eines: sterben.
Und aus diesem Wunsch entspringt eine Zukunft, aus der man sie als Leser am liebsten herausreißen möchte - Todessehnsüchte und mehr als zweifelhafte Behandlungsmethoden bei verschiedenen Ärzten folgen - und schnell wird klar, warum der Roman "Die Glasglocke" heißt.

Wie mir das Buch gefallen hat: Ein wirklich eindringlicher Roman, das muss man schon sagen. Das Buch lässt sich in drei Teile gliedern, und jeder dieser Teile ist ganz anders erzählt, sodass man Esthers Stimmungsschwankungen sehr gut nachvollziehen kann. Die Geschichte ist - vor allem ab dem 10. Kapitel - nicht mehr so leicht verdaulich, wie es anfangs scheint, aber lesenswert ist das Buch allemal. Bei mir zumindest hat es einen tiefen Eindruck hinterlassen.

13.5.08 11:36
 



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