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Truman Capote: Frühstück bei Tiffany

frühstück bei tiffany
Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich letztes Jahr von meiner Oma zum Geburtstag bekommen. Ich hatte es mir gewünscht, dennoch kam ich irgendwie bisher nicht dazu, es zu lesen. Bevor ich nun aber schon wieder Geburtstag habe, wollte ich dieses Buch vom Stapel meiner ungelesen Bücher unbedingt entfernen. Und so war es dann eben auch.

Zum Inhalt: Eine Reihe von Fotos sind es, die den Erzähler an sie erinnern, als er eines Tages seinen Freund (und den Betreiber seines Stammlokals) Joe Bell trifft, der ihm diese unter die Nase hält. Es sind Bilder aus Afrika, die eine Skulptur zeigen - von einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht.
Und "sie", das ist Holly Golightly, eine Frau, die der Erzähler aus seinem Gedächtnis verbannen wollte und doch nie konnte. Einst lebten sie in demselben Wohnhaus mitten in New York. Er, ein Schriftsteller, von dem noch nie etwas veröffentlicht worden war, und sie gerade mal neunzehn, die sich von Männern aushalten ließ und irgendwie auf der Suche nach dem Glück war. Holly ist jemand, der voller Widersprüche steckt. Manchmal sitzt sie vor der Haustür und singt zu ihrer Gitarre traurige Lieder, die einen an die Südstaaten erinnern. Dann sieht sie so unschuldig und jung aus, wie es einer Neunzehnjährigen zusteht. Und dann wieder ist sie durchtrieben, tut nur das, was ihr gefällt und führt vor allem Männer an der Nase herum, weil diese oft bereit sind, alles für sie zu tun und alles für sie zu geben.
Holly schwirrt durch Nachtclubs, lässt sich aushalten, nimmt nichts ernst. Nur manchmal, da sehnt sie sich nach ihrem Bruder Fred, der jetzt im Krieg ist, und der als Kind ihre einzige Zuflucht war. Und manchmal packt sie das "rote Elend", eine Form von Angst, die Holly nur durch eine Sache bekämpfen kann: sie fährt zu Tiffanys und schaut sich dort die Auslagen an. Leisten kann sie sich den Schmuck nicht, aber das Vornehme und Ruhige an dem Laden beeindrucken sie, er wird für sie zu einem Ort, an dem sie das Gefühl hat, dass dort nichts Schlimmes passieren kann.
Doch nicht nur wird Holly eines Tages von ihr Vergangenheit eingeholt, die sie so gern hinter sich lassen wollte, nein, sie muss auch erkennen, dass auch die Gegenwart nicht so leicht und unrerschütterlich ist, wie sie es sich gewünscht hat.

Wie mir das Buch gefallen hat: Das Buch ist zauberhaft. Obwohl meine Ausgabe gerade mal etwas mehr als hundert Seiten hat, ist es eine Geschichte mit einem ganz besonderen Zauber, etwas, das einen beschäftigt und in seinen Bann zieht. Holly ist ein großartiger, wundervoller Charakter, doch auch der Erzähler ist Capote sehr gut gelungen, da man alles nachvollziehen kann, was er denkt und fühlt. Wirklich ein ganz großartiges Buch!

25.5.08 18:16
 



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