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Nick Hornby: A Long Way Down

a long way down
A Long Way Down

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Das ist das zweite Buch, das ich von Bille zum Geburtstag bekommen habe. Dass es ihr so gut gefallen hat, hat mich neugierig gemacht, und darum habe ich es sehr schnell von meinem Stapel ungelesener Bücher abgetragen.

Zum Inhalt: Martin Sharp kann nicht mehr. Er weiß einfach keinen Ausweg. Vor einigen Monaten war er noch der beliebte Moderator im Frühstücksfernsehen, jetzt ist er gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er einsaß, weil er mit einer Fünfzehnjährigen geschlafen hat. Seine Frau und seine Kinder sind schon lange mehr oder weniger Vergangenheit für ihn, kurz gesagt, das Leben hat keinen Sinn mehr. Und so begibt sich Martin in der Silvesternacht auf das Dach des Toppers-Gebäudes in London, um einen Schlussstrich unter sein Leben zu ziehen.
Und dort trifft er Maureen, Jess und JJ, die alle aus ein und demselben Grund da sind: sie wollen das neue Jahr nicht mehr erleben. Maureen ist vollkommen ausgebrannt, da sie seit Jahren keinen sozialen Kontakt außer dem Gottesdienst und ihrem schwerstbehinderten Sohn Matty hat, der weder mit ihr kommunizieren kann, noch überhaupt wahrnimmt, dass sie da ist. JJ hat in Amerika alles aufgegeben, um in England bei seiner Freundin zu sein - die ihn dann verlassen hat. Und Jess ist todunglücklich, weil ihr Freund Chas mit ihr Schluss gemacht hat und sie nun als Stalkerin beschimpft. Dabei ruft sie ihn doch lediglich zwanzig Mal am Tag an, wartet vor seinem Haus auf ihn oder taucht bei seiner Arbeit auf, um endlich die Erklärung zu bekommen, die sie verdient!
Schnell ist JJ, Martin und Maureen klar, dass Jess' Grund ziemlich lächerlich ist. Und so beschließen sie, ihre Selbstmordpläne kurzzeitig zu verschieben und den Exfreund der achtzehnjährigen aufzuspüren und zur Rede zu stellen.
Und so entwickelt das Quartett eine sehr skurrile Eigendynamik, bei der der potenzielle Selbstmord zwar nie aus den Augen verloren wird, aber dennoch ein bisschen in den Hintergrund rückt - sterben kann man schließlich immer noch!

Wie mir das Buch gefallen hat: Ich fand "A Long Way Down" wirklich sehr gut. Das Buch wird abwechselnd von den vier Protagonisten erzählt und jeder hat dabei seine ganz eigene Art zu sprechen. Das ist Hornby sehr gut gelungen. Humorvoll ist das Buch auch, ohne geschmacklos zu werden, und es enthält viele interessante Einsichten über das Leben, ohne mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen. Das ergibt eine ganz besondere Mischung. Überzeugend. Wirklich lesenswert.

22.6.08 11:13
 



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