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Ines Thorn: Galgentochter

galgentochter
Die Verbrechen von Frankfurt. Galgentochter

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch hat durch eine Rezension beim Büchertreff seinen Weg auf meinen Wunschzettel gefunden. Zum Geburtstag haben meine Eltern sich als Geschenk für mich drei historische Romane ausgesucht und dieser war dabei. Ausgelesen habe ich das Buch schon vor ein paar Tagen, aber da es so spät war, habe ich nicht gleich rezensiert. Jetzt muss ich es nachholen, wo mir auffällt, dass ich es total vergessen hatte!

Zum Inhalt: Am Galgenberg wird die Leiche einer Wanderhure gefunden - unterhalb des Galgens. Am Galgen selbst hängt ein toter Hund. Wer hat die Frau getötet? War es wirklich Selbstmord? Der Richter und die Ermittler möchten gern glauben, dass die Frau ihr sündiges Leben bereut hat und deswegen den Tod wählte.
Doch die junge Frau des Richters, Hella, und ihre Mutter Gustelies glauben nicht an den Selbstmord. Ihnen erscheint das Ganze sehr merkwürdig - und so beschließen sie, ihre Neugier in eigene Ermittlungen umzusetzen. Dies ist auf Grund der Zeit, in der sie leben, nicht ganz problemlos, denn der Richter fürchtet, in Verruf zu geraten, wenn seine Frau sich zu neugierig verhält. Für Frauen gehört es sich einfach nicht, eigenständig tätig zu sein.
Doch Hella und Gustelies glauben nicht, dass sie den Männern geistig unterlegen sind, und sie durchsuchen Frankfurt nach Spuren. Und spätestens, als eine zweite Leiche unterhalb eines Galgens gefunden wird, an dem ein Hund aufgehängt wurde, müssen die Männer zugeben, dass die Frauen vielleicht nicht ganz Unrecht haben.
Parallel dazu erlebt man als Leser die schreckliche Lebensgeschichte eines Mädchens, das als Tochter einer Hure aufwächst. Lieblos wird sie aufgezogen, nicht nur von der Gesellschaft schräg angesehen, sondern auch von der eigenen Mutter, die nur darauf wartet, dass das Mädchen alt genug wird, um "arbeiten" zu können. Trotz seiner Hilflosigkeit gelingt es dem Mädchen eines Tages zu fliehen - es sucht Zuflucht in Frankfurt, wo es hofft, ein neues Leben beginnen zu dürfen.

Wie mir das Buch gefallen hat: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend, wie zunächst beide Handlungsstränge verlaufen, ohne dass man ihren Zusammenhang ahnt. Die Geschichte um das Mädchen war sehr bewegend und mitreißend, Hella und Gustelies waren mir manchmal etwas zu emanzipiert für die Zeit, in der sie leben.
Dennoch ein echt sehr guter historischer Roman - vier von fünf Sternen.

5.7.08 21:35
 



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