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Kai Meyer: Die Geisterseher

die geisterseher
Die Geisterseher: Ein unheimlicher Roman im klassischen Weimar

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Warum es auf meinem Wunschzettel bei amazon.de landete, weiß ich schon gar nicht mehr. Wichtig ist aber, dass meine Eltern, die sich als Thema für die Bücher, die sie mir zum Geburtstag schenkten, Bücher über historische Städte wählten. Dabei waren dann auch „Die Geisterseher“, da das Buch – zum Teil – in Weimar spielt.

Zum Inhalt: Jacob und Wilhelm Grimm sind große Verehrer der Dichterfürsten Goethe und Schiller und deswegen begeistert, als sie eine Einladung von Goethe erhalten und nach Weimar reisen dürfen, um ihn dort persönlich kennen zu lernen.
Eines Tages gibt der Dichter ihnen ein Empfehlungsschreiben und eine kleine Phiole mit auf den Weg zu Schiller; dieser liegt mit einer schweren Krankheit im Bett und wird von Zeit zu Zeit von Wahnvorstellungen geplagt. Dennoch wollen die beiden jungen Studenten ihr Idol unbedingt treffen – und sie sind stolz, die Phiole mit der Medizin bei sich zu haben, die Goethe ihnen anvertraut hat.
Schillers Zustand ist tatsächlich weitaus schlimmer, als Jacob und Wilhelm es vermutet hatten. Er erkennt sie kaum und kann seine Dramenfiguren und echte Menschen nicht mehr auseinanderhalten. Jacob bittet Schillers Frau, Schiller die Medizin geben zu dürfen – er möchte unbedingt später seinen Freunden erzählen können, dass er zur Heilung des großen Dichters beigetragen hat.
Schiller durchschaut Jacobs Gedanken zwar, doch er scheint die beiden jungen Männer sehr zu schätzen, denn er vertraut ihnen ein versiegeltes Manuskript an – den dritten Teil seines einzigen (und bisher unvollständigen) Romans „Der Geisterseher“. Dieses Manuskript sollen sie Goethe bringen.
Jacob und Wilhelm sind sehr aufgeregt und fühlen sich geehrt. Sie wüssten zu gern mehr über den Inhalt des Manuskripts, über den in Literaturkreisen schon viel spekuliert wird. Doch noch während sie überlegen, ob sie es wagen sollten, das Siegel zu öffnen, wird ihnen das Manuskript plötzlich gestohlen – und die Ereignisse beginnen, sich zu überschlagen: zum Einen müssen Jacob und Wilhelm das Manuskript finden, zum Anderen erfahren sie plötzlich, dass Schiller gestorben ist und Goethe des Mordes bezichtigt wird! Die beiden Studenten finden sich plötzlich in einem Strudel von Abenteuern wieder, die sie bestehen müssen, um an das Manuskript zu gelangen…

Wie mir das Buch gefallen hat: Die Idee an sich ist schon toll: Jacob und Wilhelm Grimm als Ermittler. Zudem hat Meyer in diesem Roman viele (literatur-)historische Fakten verwendet und das macht die Geschichte noch interessanter. Sprachlich ist der Roman auch sehr schön zu lesen, weil Wilhelm Grimm der Ich-Erzähler ist und der Autor ihn sprachlich sehr gekonnt so erzählen lässt, dass man ihm abnimmt, ein echter Erzähler der damaligen Zeit zu sein. Das heißt nicht, dass die Sprache sehr kompliziert ist, aber bestimmte Wörter und Eigenheiten weisen eben darauf hin. Die Handlung ist schlüssig und spannend – und ich werde mir auf jeden Fall auch Meyers zweiten Fall für die Gebrüder Grimm („Die Winterprinzessin“) zulegen.

26.7.08 16:39
 



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