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David Nicholls: Keine weiteren Fragen

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Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Sommerurlaub 2008 - der verregneteste Sommerurlaub meines Lebens. Wir hatten schon sechs Bücher nachgekauft, aber auch die hatte ich schon gelesen. Also stöberte ich noch einmal bei den Mängelexemplaren bei "Ihr Platz", und hatte eigentlich schon aufgegeben, als mir dieses Buch in die Hände fiel. Ich klappte es irgendwo in der Mitte auf, las ein paar Zeilen, war überzeugt und kaufte es.

Zum Inhalt: Brian stammt aus einfachen Verhältnissen. Seine Eltern hatten nie viel Geld, seine Mutter arbeitet bei Woolworth und sein Vater ist mittlerweile seit einigen Jahren verstorben. Und jetzt ist der ersehnte Schulabschluss da. Brian hat tolle Noten und deswegen ein Stipendium bekommen. Er hat ein großes Ziel vor Augen: er will Anglistik studieren, und ein gebildeter Mann werden. Einer, der Fremdwörter richtig benutzen kann, einer, der genau weiß, welcher Wein zu welchem Essen passt. Einer, der bis in die Morgenstunden mit seinen Freunden diskutiert, einer, den die Leute mögen und zu dem sie aufschauen.
Mit diesem bescheidenen Ziel beginnt Brians Zeit an der Uni. Er sieht seine Chance gekommen, es allen zu beweisen, als er ein Plakat sieht, auf dem Teilnehmer für die Fernsehshow "University Challenge" gesucht werden. Diese Sendung hat sein Vater immer gerne gesehen und Brian hat schon als Kind die klugen Kandidaten bewundert. Er weiß, dass sein Vater stolz wäre, wenn er dort teilnehmen würde, also setzt er alles daran.
Brian erlebt, was man an der Uni so erlebt. Er lernt, er feiert, er lernt ein Mädchen kennen, in das er sich verliebt, ... und alles ist nicht so einfach. Nicht nur, dass Alice zur "Upper Class" gehört und es gar nicht so einfach ist, sich neben ihr nicht "arm" zu fühlen, sie tut Brian nicht gut, und das weiß er auch. Eigentlich sollte er sich Alice aus dem Kopf schlagen. Rebecca, eine gute Freundin und vehemente Alice-Hasserin, wäre zumindest dafür. Doch Brian glaubt, in Alice seine große Liebe gefunden zu haben. Das alles bereitet ihm viel Kopfzerbrechen, und er ist weit davon entfernt, zu dem Ideal zu werden, das er so sehr herbeisehnt. Und nicht nur das: mit der Zeit muss Brian sich nicht nur fragen, ob er dieses Ziel erreichen kann, sondern auch, ob es überhaupt erstrebenswert ist, so zu sein. Seine alten Freunde haben das Gefühl, dass Brian sich mehr und mehr verändert. Und er selbst muss feststellen, dass das "Erwachsenwerden" wirklich nicht so einfach ist...

Wie mir das Buch gefallen hat: Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich das Buch so gut finden würde! Aber ich war begeistert. Am Anfang musste ich manchmal laut lachen, hinterher wird die Geschichte ernster und nachdenklicher. Aber immer noch ist sie toll. Brian ist kein Held, aber auch kein Antiheld, er ist einfach eine Figur, die der typische "Junge von Nebenan" sein könnte. David Nicholls ist somit eine meiner absoluten Neuentdeckungen des Sommers.

27.7.08 16:28
 



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