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Nat Hentoff: The Day They Came to Arrest the Book

the day they came to arrest the book
The Day They Came to Arrest the Book

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Oh, es ist bestimmt schon vier Jahre her, dass ich mir das Buch gekauft habe. Wollte mit meinen damaligen Nachhilfeschülern einfache englische Literatur lesen, kam aber nicht weit damit. Tjaja. Und dieses Buch habe ich mir in dem Zusammenhang bei amazon bestellt. Gelesen habe ich es jetzt allerdings zum ersten Mal.

Zum Inhalt: Eigentlich leitet Nora Baines einen Geschichtskurs an der George Mason High School, doch da sie findet, dass gesellschaftliche Zustände am besten durch Literatur vermittelt werden können, nimmt sie einige Romane mit auf ihre Leseliste auf.
Darunter ist auch "Huckleberry Finn" von Mark Twain, ein Buch, dass Baines sehr viel bedeutet und von dem sie denkt, dass es jeder ihrer Schüler mal gelesen haben sollte.
Doch ausgerechnet dieses Buch führt zu einem unglaublichen Aufruhr: Schüler und Eltern beschweren sich darüber, dass Schwarze in dem Roman als "Nigger" bezeichnet werden. Das Buch sei rassistisch, es zu unterrichten bedeute, Rassismus zu verbreiten und zu behaupten, Schwarze seien den Weißen unterlegen. Nora Baines kann es nicht fassen - und dennoch ist das erst der Anfang, denn der Konflikt, der anfänglich nur zwischen ihr und dem Schulleiter besteht, der sie darum bittet, das Buch aus dem Kurs zu streichen, erweitert sich immer mehr - auch Außenstehende möchten etwas zu dem Thema sagen und ihre Meinung kundtun.
Und so stehen sich zwei Fronten gegenüber: die einen, die sagen, dass das Buch hier erstens falsch verstanden wird und dass man zweitens kein Buch verbieten sollte, weil man damit eine Welle der Zensur lostreten könnte, die kein demokratisches Land sich vorstellen kann. Die andere Seite sagt, dass junge Menschen keiner Literatur ausgesetzt sein sollten, die irgendeine ehtnische Gruppe beleidigt und diskriminiert. Es gebe genügend "wertvolle" Bücher, sodass man ein solches Werk nicht zu lesen brauche.
Die Diskussion schlägt immer höhere Wellen und bald stellen sich alle Beteiligten die Frage, wie es eigentlich wirklich um Zensur und Meinungsfreiheit in ihrem Land bestellt ist.

Wie mir das Buch gefallen hat: Es ist zweifellos ein sehr amerikanisches Buch, das sich hier mit der amerikanischen Verfassung, der Frage nach Zensur und dem Problem "schwarz oder weiß" auseinandersetzt. Dennoch ist es sehr interessant zu lesen, gerade weil das Thema, um das es hier geht, sehr wichtig ist und nicht unterschätzt werden sollte. Hat mir sehr gut gefallen.

21.9.08 18:27
 



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