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Judith Lennox: Das Haus in den Wolken

das haus in den wolken
Das Haus in den Wolken

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Da der Klappentext interessant klang, habe ich bei vorablesen.de eine Leseprobe gelesen und bewertet. Zwei Wochen später lag dann sehr überraschend das Päckchen vor der Tür und mein erster Judith-Lennox-Roman hatte seinen Weg zu mir gefunden.

Zum Inhalt: Als Richard eine Autopanne hat, muss er eine kurze Zeit in einem kleinen englischen Ort an der Küste überbrücken - und dort sieht er Isabel zum ersten Mal. Die junge Frau, die von den Dorfbewohnern nicht nur schief angesehen, sondern nahezu geächtet wird, weil sie angeblich eine Liebesaffäre mit ihrem kürzlich verstorbenen Arbeitgeber gehabt haben soll, hat es Richard sofort angetan - es ist Liebe auf den ersten Blick und er weiß, dass er ohne Isabel nicht mehr leben will.
Isabel hingegen sieht das Ganze kritisch. Sie liebt Richard nicht, aber ein Entkommen aus dem Leben, das sie nun führt, wäre durch eine Heirat nur allzu einfach möglich. Also nimmt sie seinen Antrag an und ihr gemeinsames Leben beginnt.
Der Roman erzählt die Geschichte der beiden über viele Jahre hinweg. Richards engagiertes Arbeiten, als er seine Firma aufbauen will, damit seine Familie finanziell abgesichert wird. Isabels Liebe zu ihren Kindern, die so unterschiedlich sind und ihr Leben so sehr verändern. Schließlich nimmt Richard auch noch die Tochter seines Freundes Nicholas bei sich auf, weil dieser seine Familie plötzlich verlassen hat und das kleine Mädchen, alleingelassen mit seiner kranken Mutter, vollkommen verzweifelt und hilfsbedürftig ist.
Doch "Das Haus in den Wolken" erzählt keine schwülstige Liebesgeschichte, bildet keine heile Welt ab. Die Finboroughs sind kein ganz unkomplizierter Clan. Richard kann sehr despotisch sein, wenn es um seine Kinder geht. Das Leben mit Isabel ist gekennzeichnet durch Höhen und Tiefen und die Ehe der beiden steht mehr als einmal auf dem Prüfstand.
Auch die nachfolgende Finborough-Generation macht es sich nicht leicht. Theo, das mittlere Kind, reist rastlos durch Europa und sucht seinen Platz im Leben, Philip, der älteste, der Richard immer so ähnlich schien, distanziert sich immer mehr von der Familie. Und Sara, das geliebte Nesthäkchen, verliebt sich schließlich in den Österreicher Anton Wolff, der vor den Nazis aus seiner Heimat geflohen ist und auch in England ständig um sein Leben fürchten muss...

Wie mir das Buch gefallen hat: Aufgrund der toll dargestellten Charaktere war das Buch meiner Meinung nach ein absolut lesenswerter Roman. Die Familie wird mit all ihren Ecken und Kanten dargestellt, es gibt kein Schwarz und Weiß, aber jede Menge Schattierungen. Die Geschichte ist spannend und sehr interessant, weil sie zeigt, wie sehr das Weltgeschehen auch den Einzelnen beeinflusst und wie schwer es sein kann, sich so weit von seiner Familie zu lösen, dass man seinen eigenen Weg gehen kann, ohne dass man sie aus den Augen verliert.
Bestimmt nicht mein letzter Roman von Judith Lennox.

8.10.08 18:23
 



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