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Jodi Picoult: Beim Leben meiner Schwester

beim leben meiner schwester
Beim Leben meiner Schwester

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: "Willst du wirklich ohne Buch hier rausgehen?", fragte mich Thore am 18. Oktober bei Thalia in den Arkaden am Potsdamer Platz, als wir den Laden gerade wieder verlassen wollten. Einen Tag vor Beginn meines Buchkaufverbots, das bis Ende des Jahre gelten sollte. Als Antwort kaufte ich diesen Roman, den ich schon oft in der Hand gehabt hatte...

Zum Inhalt: Anna ist dreizehn Jahre alt, ihre große Schwester Kate ist achtzehn. Manchmal streiten sie sich, manchmal sind sie ein Herz und eine Seele. Das klingt erst einmal schön und nach einem tollen geschwisterlichen Verhältnis. Aber ganz so einfach ist das Leben der beiden nicht.
Denn Kate hat seit ihrer Kindheit Leukämie und kämpft immer öfter gegen den Tod an. Als sie noch sehr klein war, gaben die Ärzte im Krankenhaus ihren Eltern zu verstehen, dass es am besten sei, wenn sie einen Spender aus der Familie hätte, da dann die Akzeptanz von Blut, Knochenmark etc. sehr viel wahrscheinlicher sein würde.
Und deswegen ist Anna kein Wunschkind im eigentlichen Sinne. Sie ist nicht (nur) in ihre Familie hineingeboren worden, weil es um sie ging. Nein, von Anfang an war klar, dass sie das Leben ihrer Schwester retten sollte. Und deswegen ist Anna auch im Reagenzglas "designt" worden: ihre Eltern wollten sichergehen, dass ihr Erbgut zu dem von Kate passt und sie als Spenderin in Frage kommt, denn Jesse, Kates kleiner Bruder, kann seiner Schwester nicht helfen.
Jahrelang verzichtet Anna auf Vieles, um Kate zu helfen. Doch dann wird sie dreizehn, und plötzlich hat sie es offenbar satt, dass ihre Eltern entscheiden, dass sie eine Niere spenden wird. Sie will nicht länger das "Ersatzteillager" für ihre Schwester sein, sie will selbst über ihren Körper bestimmen dürfen.
Und so sucht Anna Campbell auf, einen Anwalt, der sie vor Gericht gegen ihre Eltern vertreten soll. Aber der Fall ist nicht so leicht, denn Anna muss sich nicht nur gegen ihre eigenen Eltern stellen. Sie muss sich auch ständig vor Augen führen, dass es um das Leben ihrer Schwester geht - ihrer Schwester, die sie eigentlich von ganzem Herzen liebt.

Wie mir das Buch gefallen hat: Kein einfaches Thema, das die Autorin sich hier vornimmt. Gerade deswegen fand ich es so toll, wie sie die Geschichte erzählt: aus den Perspektiven aller Beteiligten wird berichtet, sodass es einem als Leser sehr schwer fällt, sich eine eigene Meinung zu bilden. Immer wieder hinterfragt man seine Meinung und überlegt, wie man selbst sich verhalten würde - und das ist gar nicht so einfach. Ein echt schönes Buch, das ich wieder lesen werde.

1.11.08 15:41
 



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