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Edna Mazya: Schlamassel

schlamassel
Schlamassel. Ein Liebesroman

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Weihnachten 2005 habe ich mir selbst ein großes Buchpaket geschenkt - mit zehn oder elf Büchern drin. "Schlamassel" war eines davon, und nun, knapp drei Jahre später, kommt es endlich auf die Liste der gelesenen Bücher.

Zum Inhalt: Ilan und Nomi sind ein sehr ungleiches Paar. Er ist Professor für Astrophysik und schon in einem etwas gesetzeren Alter. Nomi ist etliche Jahre jünger und gibt Malunterricht. Und dennoch lieben sie sich, achten nicht darauf, was andere zu ihrer Liebe sagen, stehen zueinander.
Das zumindest dachte Ilan immer. Seit neuestem findet er aber immer wieder Hinweise darauf, dass seine junge Frau ihn betrügen könnte. Sie geht außergewöhnlich oft weg, sie sucht seine Gesellschaft nicht mehr, ist mit den Gedanken offenbar ganz woanders.
Nun setzt Ilan alles daran, Nomi des Betrugs zu überführen. Er verfolgt sie, sucht die Stadt vom Balkon aus mit dem Fernglas ab und schnüffelt in ihrer Tasche nach Indizien.
Und dann kommt es: Ilan stellt Nomi eine Falle, gibt eines Abends vor, dass er plötzlich weg müsse und geht dann heimlich kurz darauf in die Wohnung zurück, wo er eine Telefonat zwischen Nomi und ihrem Liebhaber belauscht.
Was tun? Lange Zeit überlegt Ilan hin und her. Mal ignoriert er die Tatsache, dass seine Frau eine Affäre hat, mal macht es ihn rasend. Mal denkt er, er könne offen damit umgehen, mal will er Nomi am liebsten nicht sagen, was er weiß.
Und die ganze Geschichte wird noch schlimmer, als Ilan herausfindet, mit wem seine Frau ihn betrügt, denn der Mann ist in seinem Alter und nicht der blutjunge Liebhaber, mit dem er gerechnet hätte.
Ilan zögert, überlegt, zögert, handelt, zögert, handelt... und egal, was er tut, die Situation wird für ihn immer erdrückender und schwieriger. Ein echter Schlamassel eben!

Wie mir das Buch gefallen hat: Die Geschichte wird sehr lebendig aus Ilans Sicht geschildert und liest sich sehr interessant. Die Figuren sind ganz witzig, auch wenn sie kaum eine Identifikation zulassen. Manchmal problematisch beim Lesen ist der Stil der Autorin. Jedes Kapitel besteht aus einem einzigen Satz! Innerhalb der Kapitel sind Gedankengänge immer nur durch Kommata voneinander getrennt. Dadurch gibt es auch keine Absätze - mittendrin aufhören ist nicht.
Manchmal ein bisschen mühsam, man muss jedes Mal erstmal wieder in so einen Erzählstil 'reinfinden...
Gleichzeitig macht das aber den Roman auch so außergewöhnlich und man muss sagen, es hat auch irgendwie was. Insgesamt auf jeden Fall ein gutes Buch.

19.12.08 17:22
 



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