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Enid Blyton: The Adventurous Four

adventurous four
Adventurous Four

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Auch dieses Enid-Blyton-Buch gehört eigentlich meiner Mutter, die es mir vererbt hat, als ich angefangen habe, englische Bücher zu lesen. Von daher ist diese Ausgabe auch wieder vergilbt, alt, und schön illustriert. Vor allem aber hielt sie noch andere Überraschungen bereit.

Zum Inhalt: Jill, Mary und Tom verbringen ihre Ferien an der Küste. Sie sind begeistert, als ihre Eltern ihnen die Erlaubnis geben, zusammen mit Andy, dem vierzehnjährigen Sohn des Fischers, eine Tour zu den kleinen Inseln zu machen, die kurz vor der Küste liegen. Dort wollen die Kinder eine Nacht verbringen und von dieser Idee sind sie vollkommen begeistert - ein echtes Abenteuer scheint auf sie zu warten.
Doch - natürlich - wird die Geschichte noch auf ganz andere Weise abenteuerlich. Das Schiff läuft auf eine Klippe und die Kinder müssen von Bord. Sie sind auf einer der Inseln gestrandet und haben keine Ahnung, wie sie zurückkommen sollen. So beschließen sie, ein Lager aufzuschlagen und das Segel ihres Bootes in die Bäume zu hängen - als eine Art Signalflagge. Sie richten sich gemütlich ein und verbringen die kommenden Tage recht sorglos.
Doch mit der Zeit wünschen die Kinder sich, zurück aufs Festland zu kommen, und sie überlegen fieberhaft, was sie tun können. So beschließen sie, die anderen Inseln erst einmal zu erkunden um zu sehen, ob sie dort etwas zu essen finden oder vielleicht sogar einen Fischer oder sonstwen treffen, der sie mit nach Hause nehmen kann.
Mit dem, was sie dort wirklich entdecken, haben sie aber nicht gerechnet: die Deutschen haben auf einer der anderen Inseln ein geheimes Lager eingerichtet, in dem sie Nahrungsmittel aufbewahren. Ausgerechnet jetzt, wo sie so ohne Schutz sind, sehen sich die Kinder dem Feind gegenüber - und als die Deutschen Tom entdecken, zeigen sie sich auch nicht gerade von ihrer netten Seite.
Doch seine Geschwister und Andy wären keine Enid-Blyton-Helden, wenn sie ihn und sich selbst nicht aus dieser Lage befreien könnten.

Wie mir das Buch gefallen hat: Ich liebe Enid Blyton, und doch war es etwas befremdlich, das Buch zu lesen. Ich hatte ihre Romane bisher für vollkommen unpolitisch gehalten und war erstaunt, dass die Kinder das Lager deutscher Soldaten aufdecken (das Buch erschien 1941, mitten im Krieg also). Immer wieder sagen die Kinder in dem Zusammenhang auch Sätze wie: "I'll show these Germans no fear - I'm a brave British child.", und solche Sachen. Auch Sätze wie der, dass die Kinder es ihrem Land schulden, dass die Deutschen auffliegen, lasen sich in einer solchen Geschichte irgendwie komisch und am Ende hören die Kinder, wie Schüsse auf der Insel fallen, da nimmt der (britische) Vater seine Tochter in den Arm und sagt sinngemäß: "Ich weiß, es ist traurig, aber sie sind die Bösen."
Ich will damit ja nicht sagen, dass sie nicht Recht hat. Jugendbücher, die im dritten Reich spielen, gibt es so viele. Was mich einfach nur gewundert hat und was nicht in mein Weltbild passt, ist, dass auch Enid Blyton ein solches Buch geschrieben hat (und dass es so schwarz-weiß malt, ist beim Blick aufs Erscheinungsjahr mehr als verständlich!).
Interessant ist, dass der "Fall" der vier Kinder in der deutschen Übersetzung geändert wurde. In der deutschen Ausgabe spüren sie Waffenschmuggler auf...

21.12.08 08:09
 



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