the rest is still unwritten
  Startseite
  Über...
  Autoren von A - Z
  Stapel ungelesener Bücher
  Seitenweise
  Gelesen '09
  Gelesen '08

Freunde
   
    buechertraeume

   
    fachbuchholzer

    - mehr Freunde

Links
  Bücherforum für Süchtige


http://myblog.de/marijke

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen

geschmack von apfelkernen
Der Geschmack von Apfelkernen

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Das ist so ein Buch, dem man 2008 in keiner Buchhandlung ausweichen konnte, aber der Grund, warum das Buch auf meine Wunschliste wanderte, waren dann doch eher die vielen positiven Meinungen im BücherTreff. So hochgejubelte Bücher landen nicht automatisch auf meinem Wunschzettel… Thores Eltern schenkten mir das Buch dann zu Weihnachten – und es fuhr einfach mal mit in den Urlaub.

Zum Inhalt: Iris ist achtundzwanzig Jahre alt, als ihre Großmutter stirbt und ihr das alte Haus vermacht, in dem Iris so viele Sommer in ihre Kindheit verbracht hat. Das Haus ist der Ort vieler emotionaler und einschneidender Momente ihrer Familie gewesen, auch der ein oder andere Mythos rankt sich um das alte Anwesen.
Iris war lange nicht mehr hier. Erinnerungen wiegen ihrer Meinung nach zu schwer. So schwer, dass sie, obwohl sie Bibliothekarin ist, nicht mal mehr liest, denn Lesen ist eng mit Erinnern verbunden. Und jetzt? Jetzt steht sie da mit dem Haus und muss sich mit allem auseinandersetzen, was sie lange zu verdrängen gesucht hat.
Und Iris streift durchs Haus, schaut in Schränke und Schubladen, zieht die alten Kleider ihrer Tanten an, erntet Äpfel und badet im See, in dem sie auch als Kind gebadet hat. Dort trifft sie Max wieder, den Bruder von Mira. Mira ist ein Mädchen, mit dem Iris vor zwanzig Jahren befreundet war – jemand, den sie tief in ihren Erinnerungen verscharrt hat und an die die Erinnerungen erst langsam, dann aber mit Gewalt zurückkommen.
Und da sind Erinnerungen an Bertha, die Großmutter, die ihr Gedächtnis verlor, an Rosmarie und Tante Anna, an Inga und ihre verzweifelte Liebe, an den Großvater Hinnerk, der immer so streng und ernst wirkte, dann aber wiederum den Mädchen Bonbons schenkte und heimlich Gedichte schrieb. Iris erinnert sich an vieles – und sie lernt nicht nur Max neu kennen, sondern sie trifft auch auf einen Mann, der eine ungeahnte Verbindung zu ihrer Familie hat und ein neues Licht auf Bertha und Anna wirft.
Eine Erzählung darüber, wie jemand mit den eigenen Erinnerungen und Familiengeschichten und –geheimnissen umzugehen lernt.

Wie mir das Buch gefallen hat: Das Buch war für mich ein echter Überraschungshit. Ich habe es in eins durchgelesen, weil es eine großartige, schöne, traurige, dramatische und irgendwie ganz leise Geschichte einer Familie erzählt. Iris ist dabei eine komische, aber manchmal auch nachdenkliche Erzählerin. Die Autorin trifft den richtigen Ton, macht anfangs genügend Andeutungen um es spannend zu machen und erzählt dann viele spannende und interessante Geschichten, über die man noch einige Zeit nach dem Lesen nachdenkt. Ein total beeindruckendes Buch, das ich ganz sicher noch oft lesen werde. Mehr von dieser Autorin!

3.1.09 19:55
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung