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Hitomi Kanehara: Obsession

obsession
Obsession

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Wir kamen Anfang Januar '09 aus unserem Winterurlaub nach Hause und da lag es vor der Tür und wartete schon: "Obsession" als Leseexemplar von vorablesen.de

Zum Inhalt: Sie ist erst 22 Jahre alt, aber seit Jahren schon ist sie besessen: Rin kann sich einfach nicht "normal" verhalten, empfindet anders als die anderen.
Auf dem Rückweg von der Hochzeitsreise mit ihrem Ehemann schwankt sie hin und her zwischen ekstatischer Euphorie - hat sie nicht den tollsten, liebsten, besten, fürsorglichsten Ehemann? - und tiefster Verzweiflung - bestimmt hat er es auf eine der Stewardessen abgesehen! Wahrscheinlich hat sie ein Schlafmittel in ihrem Getränk gehabt! Sicher betrügt ihr Ehemann sie bereits auf der Flugzeugtoilette!
Rin könnte eigentlich eine stolze, selbstbewusste Frau sein. Sie ist Schriftstellerin, interessant für die Medien. Aber sie will doch gar keine eigenständige Frau sein! Sie will eine Einheit mit ihrem Ehemann sein, für ihn sorgen. Sie will jede Minute ihres Lebens mit ihm verbringen! Nur wie soll das gehen, wenn er immer öfter Zeit für sich braucht? Wie soll sie ihm eine gute Ehefrau sein, wenn er Geheimnisse vor ihr hat? Und dass das so ist, das spürt Rin einfach. Schließlich ist sie nicht verrückt. Oh nein. Sie doch nicht.
Nachdem der Streit mit dem Ehemann ein weiteres Mal eskaliert ist, führt die Autorin den Leser in eine frühere Lebensphase von Rin. Das gleiche Spiel: Sex, Alkohol, zwanghafte Liebe, Paranoia. Und dann geht es eine Stufe weiter zurück. Rin ist Schülerin. Jung. Aber ihr Verhalten, ihre Zwänge und ihre Wahnvorstellungen lassen es einfach nie zu, dass sie ein normales Leben führt. So sehr sie auch auf Besserung hofft, diese ist für die junge Frau ganz und gar nicht in Sicht...

Wie mir das Buch gefallen hat: Prinzipiell finde ich, dass das Buch interessant aufgebaut ist. Man hofft, mehr über Rin und ihr Verhalten zu erfahren. Was ist los mit ihr? Woher kommt das alles? - Aber man kommt der Antwort dieser Frage nicht näher. Rins verrücktes Verhalten variiert, aber sie wird nicht sympathisch, nicht mal besonders interessant. Mehr und mehr merkt man, dass das Buch nicht rückwärts die Geschichte eines Mädchens erzählt, sondern sporadisch Einblicke in das Leben einer geistig gestörten Frau gibt.
Mir persönlich hat auch nicht gefallen, dass das Buch an vielen Stellen vulgär ist und / oder belanglos. Man hat nicht das Gefühl, dass man wirklich Einblicke in Rins Psyche bekommt und irgendwann war alles so ausgedehnt beschrieben worden, dass ich nur noch auf das Ende gewartet habe. Sehr positiv überrascht war ich vom letzten Absatz, der eine Hoffnung der Erzählerin andeutet, von der der Leser schon weiß, ob sie sich erfüllen wird...

4.1.09 20:45
 



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