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Jonathan Stroud: Valley - Tal der Wächter

valley
Valley - Tal der Wächter

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Hach, wie gerne schreibe ich diesen Satz: ich war nicht Schuld! Na ja gut, gekauft habe ich das Buch, und zwar auf Langeoog bei der Buchhandlung "Krebs" (meiner allerliebsten Urlaubsbücherquelle!), aber eigentlich gehört es Thore. Offiziell zumindest.

Zum Inhalt: Vor vielen Generationen lebte der große Held Sven, Urvater der Familie der Svenssons. Er und einige andere Helden, deren Nachkommen nun ebenfalls in dem Tal ihre Siedlungen haben, vollbrachten große, tapfere Taten - unter anderem besiegten sie die grausamen Trolde, die außerhalb der Siedlungsgrenzen ihr Unwesen treiben und es auf unschuldige Menschen abgesehen haben. Deswegen überquert niemand die Mauer, die alle Siedlungen umgibt. Die Helden in ihren Hügelgräbern aber wachen noch immer über die Siedlungen und ihre Nachkommen.
Hal ist einer dieser Nachkommen, der Sohn von Arnkel, dem derzeitigen Anführer der Svenssons. Hal macht immer nur Ärger, wo er geht und steht. Er spielt den Dorfbewohnern Streiche, er passt sich nicht an, er nimmt sich alles heraus. Und das, obwohl er nur der Zweitgeborene ist. Und noch dazu nicht mal wie ein ehrwürdiger Svensson aussieht, denn Hal ist ein ganzes Stück zu klein geraten und gibt eine ziemlich gedrungene Gestalt ab.
Aber Mut hat Hal, und deswegen langweilt er sich eigentlich auch in der friedlichen Siedlung, in der nie irgendwas Spannendes geschieht. Oftmals müssen Katla, seine Amme, und Brodir, sein Onkel, ihm Geschichten von Sven erzählen. Und Hal wünscht sich dann, genau wie Sven zu sein... doch das ist unmöglich.
Dann steht ein großes Fest an, zu dem alle Familien geladen werden. Und bei dieser Gelegenheit lernt Hal erstmalig Menschen kennen, die keine Svenssons sind. Die Sven nicht mal für den größten Helden halten. Unfassbar!
Unter diesen Bekanntschaften ist auch die scharfzüngige Aud, die Tochter des Anführers der Arnessons - und ihr zuliebe spielt Hal jemandem einen Streich, auf den er besser verzichtet hätte, denn die Folgen verändern das Leben aller Menschen im Tal und fordern Hal geradezu dazu heraus zu zeigen, ob nicht doch etwas Heldenhaftes in ihm steckt.

Wie mir das Buch gefallen hat: Großartig! Jonathan Stroud hat hier eine ganz tolle Fantasy-Welt erschaffen, die neue Bilder in meinem Kopf entstehen lässt. Kein Abklatsch vom Auenland oder sonstigen Orten, etwas Neues. Keine Drachen, sondern Trolde, mit denen es später eine sehr spannende Bewandnis hat!
Die Figuren sind sehr glaubwürdig, gut gelungen vor allem natürlich der kleine Hal und Aud, deren bissige Kommentare mich oft zum Lachen gebracht haben. Großartig, wie Stroud mit ihr eine Figur erschafft, die im Prinzip den Humor mit Bartimäus gemeinsam hat, aber bei der man trotzdem nicht denkt, dass sie nach seinem Vorbild entstand (ansonsten hat sie nichts mit ihm gemeinsam).
Mir hat auch die Art des Erzählens sehr gut gefallen. Zu Anfang jeden Kapitels bekommt man eine kurze Sage über Sven zu lesen, bevor es mit Hal weitergeht. Der Roman an sich ist aber die Gute-Nacht-Geschichte für ein kleines Mädchen, dem von Hal erzählt wird. Sehr, sehr schön.

6.4.09 18:03
 



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