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Louise Jacobs: Café Heimat

cafe heimat
Café Heimat: Die Geschichte meiner Familie

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Lesen wollte ich dieses Buch schon lange, nämlich seitdem ich Louise Jacobs vor etwa anderthalb Jahren zum ersten Mal über das Buch sprechen hörte. Es blieb mir immer im Hinterkopf - und am Karsamstag 2009 habe ich es dann endlich in Wilhelmshaven bei Thalia gekauft.

Zum Inhalt: In diesem Buch erzählt Louise Jacobs die Geschichte ihrer Familie, die sie 2004 zu erforschen begann. Zu diesem Zeitpunkt, im Alter von 22, stellte sie fest, dass es sehr vieles aus der Vergangenheit gab, das sie einfach nicht wusste. Mit der Familiengeschichte hatte sie sich bislang nicht auseinandergesetzt, und wie so viele Menschen hatte sie zu einigen Mitgliedern der Familie auch - wenn überhaupt - sporadischen Kontakt.
Doch dies sollte sich nun ändern, und Jacobs studierte alte Dokumente, sprach mit Familienmitgliedern und unternahm einige weite Reisen, um den Menschen, die zu ihrer Familie gehören, näherzukommen. In diesem Buch erzählt sie von den Gesprächen mit Zeitzeugen, Freunden und Familienangehörigen. Von der eigenen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, mit der Familiengeschichte und natürlich auch vom Kaffee - den Anfängen des heutigen Jacobs-Imperiums und dem Werdegang der Firma.
Und Louise Jacobs rekonstruiert die Familiengeschichte, erzählt Episoden aus dem Leben der jüdischen Vorfahren, die sich ins Exil retten mussten, um den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Von den Großeltern und den Eltern - immer neue Episoden werden erzählt, als ob ein Spot auf sie gesetzt würde. Und dabei sind nicht immer nur die schönen Momente eingefangen. Auch Schwieriges wird erzählt und vielleicht auf diese Weise aufgearbeitet.

Wie mir das Buch gefallen hat: So schwer es ist, den Inhalt des Buches zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten, so einfach lässt sich sagen, dass es ein schönes Buch ist, das die Geschichte einer sehr interessanten Familie erzählt. Louise Jacobs gelingt es gut, am Rande der Familiengeschichte immer wieder auch den Kaffee ins Spiel zu bringen, der nun mal Wahrzeichen der Familie ist und der natürlich auch für mich ein Grund war, das Buch zu lesen (denn wie gern fahre ich am Jacobs-Werk in Bremen vorbei und rieche den Kaffee auf de Autobahn...), ohne dass man das Gefühl hätte, es ginge darum, diesen in den Vordergrund zu rücken. Die Geschichte dieser Familie hat auch "kaffeeunabhängig" einiges zu bieten.
Der Vergleich auf dem Klappentext mit den "Buddenbrooks" ist meiner Meinung nach verfehlt, aber ja, natürlich, beide Bücher erzählen Familiengeschichten. Und meist reicht das ja den Klappentextschreibern für einen solchen Vergleich.

14.4.09 18:38
 



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