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Joy Fielding: Charley's Web

charley's web
Charley's Web

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich mir in Wilhelmshaven in der Bahnhofsbuchhandlung "Gedankenflieger" gekauft. Dies ist das vierte und somit letzte Buch meiner Karsamstagsausbeute in diesem Jahr. Immerhin habe ich also alle meine "Sünden" in einer Woche gelesen. Somit ist es ja fast nicht so schlimm.

Zum Inhalt: Charley Webb ist Reporterin und schreibt eine erfolgreiche Kolumne für die Palm Beach Post: Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund - was Charley so erlebt, fließt mit einem oft sarkastischen Unterton in ihre Texte mit ein - und so ist es kein Wunder, dass Nachbarn und Angehörige nicht immer unbedingt begeistert sind von dem, was sie macht. Freunde hat Charley eigentlich schon lange nicht mehr - denn wer will schon wöchentlich fürchten müssen, Auszüge aus seinem Leben in der Sonntagszeitung lesen zu müssen?
Doch eigentlich, zumindest ganz offiziell, macht das Charley nichts aus. Sie lebt zufrieden mit ihren beiden Kindern, die unterschiedliche Väter haben mit denen Charley jeweils keine längere Beziehung hatte, in einem kleinen Haus, und es geht ihr gut. Nur ihre Familie verkompliziert ihr Leben etwas, denn nicht nur haben ihre beiden Schwestern so ihre anstrengdenden Seiten, ihr Bruder Bram schwebt ständig in Gefahr, seinen Drogeneskapaden zu erliegen, nein, darüber hinaus ist Charleys Mutter nach zweiundzwanzig Jahren wieder aufgetaucht, nachdem sie einst beschlossen hatte, ihre Kinder und ihren Mann von einem Tag auf den anderen zu verlassen, um zusammen mit einer Frau in Australien zu leben.
Und in all diesem privaten Wirrwarr erhält Charley dann plötzlich einen Brief von Jill Rohmer, einer Strafgefangenen im Todestrakt des Staatsgefängnisses. Jill ist für schuldig befunden worden, drei kleine Kinder, deren Babysitterin sie war, grausam gequält und ermordet zu haben. Immer hat man vermutet, dass Jill diese Taten nicht allein begangen haben kann, doch vor Gericht schwieg Jill sich darüber aus. Nun bittet sie ausgerechnet Charley, ihre Biographie zu schreiben.
Charley überlegt, doch sie kann nicht widerstehen. Unbedingt will sie Jill Rohmer zumindest kennen lernen. Dabei ahnt sie nicht, wie gefährlich diese junge Frau wirklich ist...

Wie mir das Buch gefallen hat: Dieser Thriller von Fielding war wieder einmal sehr gut. Die Geschichte ist gut konstruiert, und Charley, die man am Anfang nicht unbedingt sympathisch findet (finden kann?), entwickelt sich mit der Zeit zu einer Figur, mit der man mitfiebert.
Die Handlung überrascht immer wieder, vor allem der Schluss ist sehr gut gemacht. Die Familiengeschichte Charleys, die parallel erzählt wird, ist ebenfalls recht unterhaltsam, doch irgendwie ist das einfach nicht das erste Mal, dass Fielding Mutter-Tochter-Konflikte thematisiert, und langsam reicht es mir damit. Aber das nur am Rande, im Prinzip ist es wirklich ein richtig gutes Buch.

18.4.09 11:36
 



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