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Thomas Keneally: Schindlers Liste

schindlers liste
Schindlers Liste. cbt

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ich habe dieses Buch schon seit über zehn Jahren ungelesen in meinem Regal stehen gehabt. Ich muss es mit 15 oder 16 zu Weihnachten bekommen haben, aber ich bin immer drumheum geschlichen, nie habe ich es gelesen. Dies hat sich nun dank einer Leserunde geändert.

Zum Inhalt: Das Buch ist kein Roman und anders als der gleichnamige Film. Es ist auch keine Biographie Schindlers, zumindest keine reine, natürlich wird sein Leben hier dargestellt. Der Autor, Thomas Keneally, hat anhand von Dokumenten, vor allem aber durch Gespräche mit Zeitzeugen dieses Buch verfasst und erzählt episodenhaft die Geschichte Schindlers und seiner Arbeiter zur Zeit des Dritten Reichs.
Keneally geht dabei chronologisch vor, aber man darf keine fortlaufende Geschichte erwarten. Gerade am Anfang ist es eher so, dass Erinnerungen einzelner Personen an bestimmte Ereignisse, nämlich Begegnungen mit Schindler, geschildert werden, ohne dass zunächst ein roter Faden deutlich wird.
Erst mit der Beschreibung der Arbeit in den Fabriken Schindlers erhält die Geschichte mehr Zusammenhänge, der Autor konzentriert sich stärker auf bestimmte Personen und ihre Erlebnisse.
Dabei geht es nicht darum, Schindler zu einem Helden zu stilisieren; auch seine Fehler und Unzulänglichkeiten finden hier Erwähnung, auch wenn sie Schindler angesichts seines Muts und seiner Taten natürlich nur umso menschlicher erscheinen lassen und dem Eindruck, den man von ihm gewinnt, nichts anhaben können.
Der Inhalt wird recht sachlich und schonungslos geschrieben, nichts wird beschönigt und nichts wird verschwiegen. Stattdessen bekommt man schnell den Eindruck, dass man es hier mit einem Buch zu tun hat, dass einen Ausschnitt aus der Geschichte der damaligen Zeit darstellen will; und zwar so ausführlich und genau wie möglich.

Wie mir das Buch gefallen hat: Es ist nicht leicht, dieses Buch zu lesen, was einerseits an der Art liegt, wie es geschrieben ist: sehr sachlich, sehr kühl manchmal, und gerade am Anfang sehr episodenhaft, hat man das Gefühl, man müsse sich alles merken, könne dies aber unmöglich tun. Andererseits ist die Thematik des Buches natürlich keine einfache, und Keneallys Art der Darstellung ist oftmals gnadenlos - es gibt keine Möglichkeit, irgendetwas auszublenden. Sämtliche Bilder, die man aus dieser Zeit im Kopf hat, werden aktiviert. Insgesamt denke ich, dass man durch das Lesen dieses Buches der Geschichte näherkommt und würde es insgesamt als beeindruckend und lesenswert bezeichnen.

19.4.09 11:25
 



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