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Thomas Thiemeyer: Nebra

nebra
Nebra

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Zuwachs in meinem Bücherregal, für den Thore gesorgt hat. Als Thiemeyer-Fan hat er diesem Buch ein neues Zuhause beschert. Aber bei einem geteilten Regal ist das natürlich auch mein Buch...

Zum Inhalt: Hannah Peters hat ihren Arbeitsplatz in der Wüste verlassen und arbeitet nun im kalten Deutschland an einer historisch unglaublich bedeutsamen Entdeckung: der Himmelsscheibe von Nebra. Diese geheimnisvolle Scheibe aus der Bronzezeit, deren Bedeutung in der Fotschung bis heute unklar ist, ist Hannahs derzeitiger Lebensinhalt. Viele Theorien ranken sich um die Himmelsscheibe, aber ganz ergründet ist sie noch lange nicht.
In der Harzregion lebt Hannah sich nur schwer ein. Der Kontrast zur Wüste ist ihr zu extrem. Sie verkriecht sich nahezu in ihre Arbeit und taucht erst daraus wieder auf, als sie Michael kennen lernt. Er ist sehr an Hannah interessiert und kennt sich mit der Geschichte und den Mythen der Region sehr gut aus. So kann er Hannah einige Legenden erzählen, die sich um den Harz ranken. Hexen, geheime Kulte, Naturreligionen, ... Michael ist allem gegenüber aufgeschlossen und kennt sich damit aus.
Und so hat Hannah jemanden gefunden, mit dem sie über ihre Forschung sprechen kann - und sie ahnt nicht, dass die Himmelsscheibe auch im 21. Jahrhundert ein Kultgegenstand ist, für den Menschen töten würden. Denn der Harz ist nicht so harmlos, wie es scheint. Mysteriöse Kreaturen, offenbar halb Mensch, halb Wolf, mit unglaublichen Kräften, machen die Gegend unsicher und in den letzten Jahren sind hier viele Menschen spurlos verschwunden, ohne dass man irgendeine Erklärung dafür hätte. Ist hier ein Kult am Werk, der die Jahrtausend überdauert hat? Das würde die Berichte von drei "Augenzeugen" erklären, die in den 1980ern in die Hände geheimnisvoller religiöser Fanatiker fielen und nur knapp mit dem Leben davonkamen... Steht ein Unglück kurz bevor? Was hat es mit der Himmelsscheibe auf sich? Kann Hannah ihr Geheimnis entschlüsseln?

Wie mir das Buch gefallen hat: Das war mein dritter Thiemeyer-Roman und ich fand ihn sehr, sehr gut. Kann natürlich daran liegen, dass ich in der Nähe des Harzes wohne. Ich kenne mich also zumindest ein bisschen in der Region aus und fand das Buch deswegen spannend. Sehr gut hat mir aber auch gefallen, wie Thiemeyer den historischen Fund in seinen Roman einbindet. Immer wieder habe ich mich gefragt: Stimmt das? Oder hat er sich das ausgedacht? Auf der Internetseite der Himmelsscheibe kann man sich sehr gut über den Mythos informieren und querlesen, wie Thiemeyer Realität und Fiktion mischt. Sehr spannend.
In seinem Roman zeigt Thiemeyer außerdem auch sehr überzeugend, dass es nicht immer Fantasywelten oder ferne Länder sein müssen, in denen Mystisches geschieht. Der Harz wird von Thiemeyer wirklich gut zu einem Ort gemacht, an dem man wirklich alles vermuten kann und an dem Unerwartetes geschieht.
Es ist der zweite Roman des Autors um die Archäologin Hannah Peters, aber man muss "Medusa" nicht unbedingt kennen, wenn man "Nebra" lesen will. Dieser Roman hat mir sogar noch besser gefallen. Spannende, schlüssige Handlung, überraschende Wendungen, ein bisschen was Übersinnliches, ein bisschen was Reales und eine sympathische Protagonistin - das passt! Empfehlenswert!

19.5.09 21:37
 



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