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Mathias Nolte: Roula Rouge

roula rouge
Roula Rouge

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch wurde im Büchertreff in einer Leserunde mit dem Autor gelesen und dafür habe ich mich angemeldet. Großartigerweise habe ich dann sogar ein Exemplar dieses Romans gewonnen, worüber ich mich sehr gefreut habe!

Zum Inhalt: Für Jonathan Schotter soll mit seinen siebenundvierzig Jahren noch mal ein ganz neues Leben beginnen. Seine Frau, Susanne von Lilienthal, hat sich von ihm getrennt, in seiner Brust schlägt (wirklich!) das Herz eines Stiers, denn Schotter hat eine schwere Herz-OP hinter sich. Nun ist er genesen und sein neues Leben beginnt - und wo sollte das besser funktionieren als in Berlin? - Dorthin jedenfalls zieht es Schotter, und tatsächlich soll sich sein Leben schon bald radikal verändern.
Und sie ist Schuld: Roula Rouge. Dem Mädchen mit dem ungewöhnlichen Namen begegnet Schotter zum ersten Mal in der S-Bahn, wo es mit seinerFreundin Mette so sehr in ein Gespräch vertieft ist, dass es beim Aussteigen den Laptop in der Bahn stehen lässt. Schotter kann nicht widerstehen und nimmt den Laptop mit.
Und nicht nur das: Schotter knackt das Passwort und ist schon bald ganz tief drinnen in Roulas Leben: ihre Musik, ihre Texte, ihre Fotos bestimmen sein Leben. Er kommt nicht von ihr los, erzählt sogar seiner Exfrau, dass er mit Roula zusammen ist, obwohl er sie ja eigentlich nicht mal kennt. Doch das vergisst Schotter bald, so tief taucht er ein in Roulas Leben, ihr derzeitiges und ihre Vergangenheit. Und natürlich reicht es ihm auf die Dauer nicht, sich durch ihren Laptop in ihr Leben einzuklinken - und so beschließt Schotter, seine Angebetete auch im wahren Leben kennenzulernen. Es scheint ihm von Anfang an vollkommen klar, dass er und sie einander eigentlich treffen müssen. Doch was, wenn Roula kein Interesse hat? Und was, wenn sie herausfindet, was Schotter ihr angetan hat?

Wie mir das Buch gefallen hat: Ein ganz großartiges Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Die Geschichte um Roula und Schotter lässt einen schnell nicht mehr los. Dabei ist es keine klassische, romantische Liebesgeschichte. Dennoch ist es definitiv irgendwie eine Liebesgeschichte. So ungewöhnlich wie Schotter und Roula selbst, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, die beide ihre Lasten zu tragen haben und auf merkwürdige Art und Weise lieben.
Mathias Nolte schafft es, einem diese ungewöhnlichen Figuren näherzubringen. Beim Lesen findet man zum Beispiel nichts Schlimmes daran, dass Schotter Roulas Computer durchsucht und sie ausspioniert. Man findet nichts dabei, dass die mehr als zwanzig Jahre Altersunterschied zwischen den beiden bestehen. Und so weiter...
Neben der Geschichte um die beiden wird Schritt für Schritt noch ein Geheimnis um Roula enthüllt, was sich sehr spannend liest, worüber ich jetzt aber nicht mehr verraten möchte.
Der Roman war auf der Auswahlliste für den deutschen Buchpreis, und meiner Meinung nach hätte er verdient gewinnen können. Absolut empfehlenswert!

1.6.09 20:51
 



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