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Sabine Kornbichler: Gefährliche Täuschung

gefährliche täuschung
Gefährliche Täuschung

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch kaufte ich ebenfalls von meinem Geschenkgutschein von Thalia, den ich von meinem Kurs bekommen hab. Im Laden bin ich schon oft um dieses Buch herumgeschlichen, nun habe ich den Kauf endlich „gewagt“ und diesen Krimi am Hotelpool auf Menorca gelesen.

Zum Inhalt: Emma Thalmann ist allein mit dem Fahrrad unterwegs. Ihre beste Freundin hat die Fahrradtour kurzfristig abgesagt, aber Emma beschließt, dennoch zu fahren, und ihre Eltern bei der Gelegenheit zu besuchen. Doch die Radtour endet anders als erwartet: als Emma einem vermeintlich verwundeten Radfahrer helfen will, der gestürzt zu sein scheint, überwältigt dieser sie und betäubt sie. Emma findet sich in einer Waldhütte wieder, in der sie festgehalten wird, bis ihr Mann 100.000 Euro Lösegeld bezahlt. Und damit, so sagt es zumindest der Entführer, lässt Emmas Mann Laurenz sich Zeit...
doch dann ist Emma wieder frei. Sie muss nun lernen, mit dem Überstandenen umzugehen. Zunächst fällt es ihr schwer, auch nur ein negatives Wort über den Kidnapper zu sagen oder auch bloß zu hören: sie glaubt ihm, dass er in einer Notlage war, dass er das Geld dringend brauchte, dass er so etwas nie wieder tun würde und dass er sie wirklich auch mochte und ihm leid tat, was er mit ihr machen musste. Doch dieses Gefühl legt sich bald und Emma will Gerechtigkeit.
Das Problem ist aber, dass man ihre Darstellung der Geschichte nicht verifizieren kann. Der Entführer hat überhaupt keine Spuren hinterlassen – nichts deutet darauf hin, dass Emma wirklich entführt worden ist! Plötzlich steht sie unter dem Verdacht, ihre Entführung vorgetäuscht zu haben und die Ermittlungen richten sich gegen sie selbst!
Emma ist verzweifelt, vor allem aber wütend. Entgegen dem Willen ihres Mannes beginnt sie selbst, Nachforschungen in „ihrem Fall“ anzustellen, um den Verdacht auszuräumen, sie habe etwas mit der Sache zu tun. Doch das ist gar nicht so einfach – und bald schon stößt Emma auf ihre Grenzen. Zum Glück stehen ihr Familie und Freunde zur Seite.

Wie mir das Buch gefallen hat: Spannend ist die Geschichte eher nicht. Weder Emmas Entführung, noch die Ermittlungen haben Momente des Nervenkitzels parat. Dennoch hat mir die Idee, nämlich, dass Emma ihre Unschuld beweisen muss, obwohl sie eigentlich das Opfer ist, gut gefallen. Ihr Vorgehen und auch die Rückschläge, die sie hinnehmen muss, sind interessant und durchaus unterhaltsam zu lesen, dass sie insgesamt aber als Laie schlauer ist als die Polizei... na gut.
Emma als Figur wurde mir nicht sympathisch, sie war mir nicht authentisch genug. Zwar hat sie manchmal nach der Entführung Angst, aber so recht bringt Frau Kornbichler das nicht 'rüber. Gerade zum Ende hin und besonders bei der Auflösung ist Emma mir viel zu tough gewesen – ich glaube einfach nicht, dass ein Mensch, der entführt und tagelang eingesperrt wurde, sich so verhalten würde.
Dennoch ist der Roman durchaus für zwischendurch zu empfehlen, vielleicht mal als Abwechslung zu einem „herkömmlichen“ Thriller.

13.7.09 16:43
 



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