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Christopher Ransom: Das Haus der vergessenen Kinder

haus der vergessenen kinder
Das Haus der vergessenen Kinder

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich im BücherTreff entdeckt und auf meinen Wunschzettel dort gesetzt. Eine Büchertrefflerin (Miriam) musste beim Kauf dieses Buches an mich denken – hm, was lag da näher, als dass wir es auch bei unserem Bücherkauf für den Urlaub bei Thalia im Schloss kauften?

Zum Inhalt: In LA fällt ihnen die Decke auf den Kopf und in ihrer Ehe gibt es mehr Probleme als alles andere. Als Conrad durch den Tod seines Vaters zu Geld kommt und ein Haus auf dem Land findet, ist der Neuanfang quasi besiegelt: Conrad zahlt das Haus in bar und die merkwürdige Geschichte, die hinter dem alten Gebäude steckt, interessiert ihn vorerst nicht besonders. Das Haus war einst ein Geburtshaus, na und? Conrad zieht unbeeindruckt ein, nicht ahnend, dass die Geschichte des Hauses nicht nur nicht ganz harmlos ist, sondern dass auch heute noch merkwürdige Dinge im Haus vorgehen.
Conrads Ehefrau Jo ist von dem Spontankauf gar nicht so angetan. Sie ist zwar zu dem Neuanfang mit ihrem Mann bereit, doch in dem Haus fühlt sie sich irgendwie weder willkommen, noch Zuhause. Als ihr Job ihr die Gelegenheit bietet, geht sie deswegen erst einmal für einige Wochen weg und lässt Conrad in seinem Haus zurück.
Und Conrad erleidet zwar den ein oder anderen Albtraum, um den man ihn absolut nicht beneidet, er hat merkwürdige Visionen und ein altes Fotoalbum von den ehemaligen Bewohnerinnen des Hauses versetzt ihn in Angst und Schrecken, doch insgesamt hat Conrad hier zunächst das Gefühl, sicher zu sein. Hier, so scheint es, ist nun endlich der Ort, um Vater zu werden und Kinder großzuziehen. Und da Jo nicht da ist, ist es ja ganz praktisch, dass die Teenagertochter der Familie von nebenan auch gerade schwanger ist. Conrad freundet sich mit Nadia an und ist fasziniert von ihr – vielleicht gar nicht unbedingt von ihr, aber dafür umso mehr von ihrer Mutterrolle. Und zunächst ist Nadia froh, Conrad zu haben, der sie zu verstehen scheint und der sich um sie kümmert. Doch das Haus bereitet ihr – ebenso wie Jo – Alpträume und sie hat oft Angst oder fühlt sich beobachtet. Das Haus erscheint ihr böse und gefährlich. Conrad hingegen ignoriert das Unheimliche – in seiner Vorstellung will das Haus leben schenken und Familien Gutes tun. Aber ist es wirklich so einfach? Immer mehr gerät Conrad in den Bann seines Hauses und bald schon kann er sich nicht mehr davon lösen.

Wie mir das Buch gefallen hat: Die Idee ist gut. Gruselhäuser mag ich eigentlich. Alpträume, Visionen, eigentlich sehr gut. Realitätsverlust, ohne dass man es als Leser gleich merkt – super. Aber. Zu wenige wirklich gruselige Stellen (und viele von denen kennt man irgendwie auch schon aus anderen Büchern oder Filmen. Ja, Puppen sind gruslig, immer wieder. Aber sie sind eben nicht erst seit diesem Roman gruslig...) und zu viel Beziehungsquatsch um Conrad und Jo, die sich gegenseitig verdächtigen, den anderen betrogen zu haben, was aber nicht der Fall ist. Dann Nadia, mit der ich als Figur irgendwie so gar nichts anfangen konnte. Obwohl sie einen Großteil des Romans da ist und auch agiert, konnte ich mir kein richtiges Bild von ihr machen, außer dass sie eben schwanger ist.
Stephen King ist Ransoms Vorbild, wie man dem Nachwort entnehmen kann, und das merkt man beim Lesen auch. Vielleicht hätte Ransom einfach mehr seine eigene Linie beim Schreiben finden sollen und nicht einem solch großen Vorbild nacheifern wollen. Schade drum.
Insgesamt ein eher mittelmäßiger und recht ungrusliger Gruselroman.

13.7.09 16:59
 



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