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Luca diFulvio: Der Präparator

der präparator
Der Präparator

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Letztes Jahr hat "Die Rache des Dionysos" Thore und mich begeistert und als dieses Jahr der neue Thriller von diFulvio erscheinen sollte, haben wir ihn gleich vorbestellt.

Zum Inhalt: Ein Pärchen trifft sich zu einem Schäferstündchen im Freien und wird von einem Spanner beobachtet. Kurz darauf werden alle drei ermordet.
So beginnt dieser Thriller - und dann passiert erstmal nichts mehr, das damit zu tun hat. Zunächst lernt man Professor Avildsen kennen, einen Professor für Anthropologie, der sich für seine Studenten eigentlich so gar nicht interessiert.
In dieser Vorlesung sitzt auch die Studentin Giuditta, die aus einfachen Verhältnissen kommt. Die schüchterne junge Frau kümmert sich in ihrer Freizeit um streunende Katzen, und sie absolviert freiwillige Schichten im Krankenhaus.
In letzter Zeit jedoch hat Giuditta immer öfter obszöne Drohungen bekommen, ein Kommilitone wird aufdringlich und Giuditta zeigt ihn an. Dadurch lernt sie Kommissar Amaldi kennen, der ihr auch sehr gut gefällt.
Im Krankenhaus, in dem Giuditta arbeitet, liegt unterdessen ein anderer Polizist, der langsam aber sicher an Krebs zu sterben droht. Ajaccio, der zwischenzeitlich an Wahnvorstellungen leidet, scheint aber auch der Schlüssel zu einem Verbrechen zu sein - zumindest hinterlässt ein Unbekannter eine kryptische Nachricht auf dem Bauch des Mannes und kurz danach wird eine Frau ermordet und auf grausame Weise zugerichtet... der "Präparator" hat sein erstes Opfer gefunden.
Und der Mörder ist tatsächlich jemand, der im Krankenhaus ein und aus geht. Jemand, den niemand verdächtigen würde, weil er einen netten Eindruck macht und sich ja so aufopferungsvoll um seine kranke Mutter kümmert...

Wie mir das Buch gefallen hat: Wahrscheinlich merkt man es schon an der Darstellung des Inhalts, aber meiner Meinung nach ist das Buch bescheuert - ein absoluter Flop! Bis Seite 150 passiert nach dem blutigen Prolog nichts Spannendes mehr, die Handlungsstränge laufen nebeneinander her und nerven eigentlich nur noch auf Grund ihrer Belanglosigkeit. Giuditta wird lang und breit beschrieben und so weiter, aber die ganze Belästigungsgeschichte ist zum Beispiel vollkommen unnütz und dafür nimmt sie zu viel Raum ein.
Amaldi ist der langweiligste Ermittler, der mir je untergekommen ist, und die Vorgeschichte, die er hat, ist ebenfalls sehr klischeemäßig und langweilig. Muss nicht sein. Echt nicht.
Bis zum Ende eher langweilig, das ein oder andere Mal gute Ideen, aber dank der schlecht beschriebenen Charaktere auch an sich nicht lohnenswert und absolut nichtssagend.
Dieser Thriller hat mir rein gar nicht gefallen und ich würde ihn weder noch mal lesen, noch ihn weiterempfehlen.

7.8.09 14:09
 



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