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Simone van der Vlugt: Schattenschwester

schattenschwester
Schattenschwester: Psychothriller

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: "Klassentreffen" von Frau van der Vlugt fand ich super - da lag es nahe, auch hier zuzugreifen, als das Buch - noch dazu zum halben Preis - bei Hertie zum Verkauf angeboten wurde. Es fuhr aus Wilhelmshaven nach Salzgitter und von da weiter nach Rom...

Zum Inhalt: Marjolein ist Lehrerin an einer Gesamtschule, die es in sich hat. Probleme mit schwierigen Schülerinnen und Schülern sind an der Tagesordnung, die Arbeit kostet die junge Frau viel Kraft, zumal viele Menschen in ihrer Umgebung nicht nachvollziehen können, was ihre Arbeit ihr bedeutet. Doch dann wird Marjolein eines Tages von Bilal, einem ihrer Schüler, mit einem Messer bedroht. Sie kann fliehen - und stellt sich daraufhin immer wieder die Frage: Wollte er sie wirklich umbringen?
Kurze Zeit später wird Marjolein tatsächlich umgebracht, und natürlich steht Bilal unter Verdacht. Doch die Ermittlungen erstrecken sich in viele Richtungen, und dabei kommen einige Dinge aus dem Leben der Lehrerin ans Tageslicht, die mit Schule nichts zu tun haben und andere Motive näherlegen...
Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive von Marjolein (was vor dem Mord geschah) und der Zwillingsschwester Marlieke erzählt (sie berichtet von den Ereignissen nach dem Mord). Die Schwestern sind sich vom Kleidungsstil und so weiter gar nicht ähnlich, ihre Art zu erzählen und ihr Verhalten sind dann aber oft ziemlich gleich. Es gibt Konkurrenzverhalten zwischen den Schwestern, das sich über die Lebensplanung hin zur Männerwahl erstreckt, denn Marlieke fühlt sich sehr hingezogen zu dem Mann ihres Zwillings und gerät dadurch gefühlsmäßig auch nach dem Tod Marjoleins sehr in einen Gewissenskonflikt.
Sicher ist das auch einer der Gründe, aus denen Marlieke sich an den Ermittlungen zum Tod ihrer Schwester so beteiligt.

Wie mir das Buch gefallen hat: "Psychothriller" ist eine absolut falsche Bezeichnung für diesen Roman. Es handelt sich eher um eine Geschichte von zwei Schwestern, von denen eine zufällig ermordet wird. Die Charaktere bleiben flach, ich konnte mit ihnen nicht viel anfangen, vor allem nicht mit Marliekes fehlender Trauer um die ermordete Schwester - da hätte van der Vlugt deutlich mehr 'rausholen können. Die Geschichte plätschert dahin und die Auflösung soll dann überraschend sein, wirkt aber leider nur an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Na ja. Kann man zwischendurch mal lesen - muss man aber definitiv nicht.

15.8.09 14:05
 



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