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Jean-Christophe Grangé: Das schwarze Blut

das schwarze blut
Das schwarze Blut

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich für einen unschlagbaren Preisnachlass von 50% bei Hertie in Wilhelmshaven gekauft. Das lag auch daran, dass ich gerade zuvor "Das Herz der Hölle" gelesen hatte, das ich wirklich sehr gut fand.

Zum Inhalt: Mark Dupeyrat ist Journalist und auf der Suche nach der perfekten Story. Etwas Spektakuläres soll es sein - und eines Tages hat er die Idee: Jacques Reverdi, ein berühmter Freitaucher, sitzt in Malaysia im Gefängnis und wird die Todesstrafe erhalten. Reverdi hat mehrere Frauen auf grausame und kaltblütige Weise getötet. Aber weder ist sein genaues Vorgehen bisher erforscht worden, noch ist man sich über das Motiv des Mörders so wirklich im Klaren.
Marks Ehrgeiz ist geweckt: er ist sich sicher, dass er das Geheimnis des Mörders ergründen kann.
Und so erfindet Mark mit Hilfe eines gestohlenen Ausweises einer Austauschstudentin und dem Foto eines Nachwuchsmodels die junge Studentin "Elisabeth Bremen", die mit Reverdi in Kontakt tritt und ihm zu verstehen geben soll, dass sie sein Handeln gern nachvollziehen möchte. Und tatsächlich tritt Reverdi mit "Elisabeth" in Kontakt und bietet ihr an, sein Geheimnis zu erforschen. Doch natürlich knüpft er Bedingungen an diese Zusage - er schickt Elisabeth schon bald auf eine Reise, auf der sie seine Spuren ergründen soll.
Mark lässt sich (natürlich) auf das Spielchen ein. Er taucht immer weiter in Reverdis Welt ein und Elisabeth wird zu einer richtigen Facette seiner Persönlichkeit.
Doch Mark hat eines falsch eingeschätzt: Reverdi ist kein harmloser, leicht zu manipulierender Mensch. Auch malaysische Gefängnismauern können nicht verhindern, dass Reverdi seine Vorstellungen in die Tat umsetzt. Und der mehrfache Mörder will Elisabeth nicht nur zeigen, was er getan hat, er will ihr auch näherkommen - und am liebsten nicht nur emotional. Bald schon muss Mark merken, dass er sich auf ein Spiel eingelassen hat, dem er nicht gewachsen ist, und dabei sind ihm die Abgründe, die sich in seiner eigenen Seele auftun, noch nicht einmal klar...

Wie mir das Buch gefallen hat: Hm. Ich überlege gerade, wie ich diesen Thriller denn nun fand. Also: die Idee ist super, die Umsetzung hapert an einigen Stellen ein bisschen, finde ich. So hat das Buch einige Längen, gerade dann, wenn es eigentlich spannend werden sollte, nämlich als Mark auf den Spuren Reverdis reist, ist es manchmal ein bisschen zäh, die Ereignisse ziehen sich, seitenweise geschieht eher wenig. Die Beschreibungen der Umgebung sind auch nicht so atmosphärisch, dass sie etwas zum Lesevergnügen beitragen würden... Hat man diesen Mittelteil dann aber erstmal überwunden, dann ist das Ende wieder ziemlich gut und die Auflösung des Falls hat mir sehr gut gefallen und mich auch überzeugt.
In seinem Thriller wechselt der Erzähler mal zwischen Reverdi, Mark und dem Model hin und her. Aber der Wechsel trägt nie zur Spannung, zum Erwerb neuer Erkenntnisse bei - bis kurz vor Schluss habe ich mich bei den Kapiteln aus Kadidschas Sicht immer gefragt, was das eigentlich soll, dass sie auch erzählt...
Ein eher mittelmäßiger Grangé, der mit dem "Herz der Hölle" und auch mit "Die purpurnen Flüsse" absolut nicht mithalten kann.

16.9.09 18:07
 



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