the rest is still unwritten
  Startseite
  Über...
  Autoren von A - Z
  Stapel ungelesener Bücher
  Seitenweise
  Gelesen '09
  Gelesen '08

Freunde
   
    buechertraeume

   
    fachbuchholzer

    - mehr Freunde

Links
  Bücherforum für Süchtige


http://myblog.de/marijke

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Val McDermid: Das Moor des Vergessens

das moor des vergessens
Das Moor des Vergessens

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch stammt aus der Ausbeute, die Thore und ich bei Hertie in Wilhelmshaven gemacht haben. Da ich Thriller von Val McDermid gerne lese, habe ich bei diesem Buch auch erst viel später gemerkt, dass nicht „Thriller“, sondern „Roman“ vorne drauf stand.

Zum Inhalt: Im Lake District wird eine männliche Leiche im Moor gefunden. Sie scheint sehr alt zu sein und weist eigentümliche Tätowierungen auf, wie sie bei Seeleuten des 18. Jahrhunderts zum Beispiel üblich waren. Wer ist der Tote aus dem Moor? Woran ist er gestorben?
Dafür interessiert sich zum einen Dr. River Wilde. Die Pathologin sieht die Obduktion dieser Leiche als Möglichkeit einer bahnbrechenden Forschungsarbeit in ihrer Karriere. Sie holt sich Unterstützung von einem Fernsehsender, der interessiert ist, als er eine der Theorien hört, die im Lake District schnell laut geworden sind: bei dem sogenannten „Moorpiraten“ könnte es sich um die Leiche Fletcher Christians handeln, der die Meuterei auf der Bounty angezettelt hatte. Es gibt eine Theorie, dass Christian die Rückkehr aus der Südsee in seine Heimat gelungen sein soll…
Und für diese Theorie interessiert sich auch die Wordswort-Forscherin Jane Gresham. Der Fund des Moorpiraten und die Rätsel um seine Identität geben ihr Anlass zu Nachforschungen in eine Richtung, die sie schon seit langem interessiert, denn es gibt die Vermutung, dass William Wordsworth ein episches Gedicht über das Leben seines Freundes Fletcher Christian geschrieben haben soll, nachdem die beiden einander wiedergesehen hatten. Da das Gedicht aber sehr brisant war und für die damalige Gesellschaft undenkbar, sollen Christian und Wordsworth beschlossen haben, das Gedicht unter Verschluss zu halten und erst nach ihrer beider Tode einer Veröffentlichung zugestimmt haben. Das jedoch geschah nie. Das Gedicht ist verschwunden – und vielleicht nur ein literarischer Mythos…
Aber wenn der Moorpirat tatsächlich Christian ist, dann gibt es verstärkt Gründe, an die Existenz dieses Gedichts zu glauben. Und Jane, die sich gerade von ihrem Liebeskummer erholen muss und der deswegen eine Auszeit nicht ungelegen kommt, fährt auf die Farm ihrer Eltern, die mitten in Wordsworth alter Heimat liegt. Hier hofft sie, etwas Spektakuläres herausfinden zu können, und einen Heimvorteil zu haben – sicher werden doch die Dorfbewohner einer Tochter der Greshams gern weiterhelfen?
Doch Jane ist offenbar etwas naiv an ihre Nachforschungen herangegangen, denn das Gedicht, nach dem sie sucht, ist von unschätzbarem Wert… und nicht jeder, der sich auf die Suche nach diesem Dokument begibt, hat Skrupel, wenn es um den Umgang mit Mitbewerbern geht.

Wie mir das Buch gefallen hat: Das Buch hat viele sehr schlechte Kritiken bekommen und ich kann nur sagen, dass es anders ist als die Bücher, die ich bislang von McDermid gelesen habe. Dennoch hat mir „Das Moor des Vergessens“ eigentlich ganz gut gefallen. Sicherlich hatte es ein paar Längen, doch die Suche nach dem verschwundenen Dokument fand ich insgesamt unterhaltsam und ganz gut zu lesen. Jane ist mir als Figur zwar nicht so ganz sympathisch geworden, denn dafür ist sie mir einfach zu toll und zu tough, aber trotzdem hat mich „Das Moor des Vergessens“ von der Handlung und der Idee her doch überzeugt.

11.10.09 17:15
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung