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Patrick Graham: Das Evangelium nach Satan

das evangelium nach satan
Das Evangelium nach Satan: Thriller

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ich weiß nicht, ob ich mir dieses Buch auch zu seinem vollen Preis gekauft hätte, aber nun gab es das bei Hertie in Wilhelmshaven nun ml für die Hälfte. Und da kam es im Juli 09 zu uns nach Hause.

Zum Inhalt: Es ist das Jahr 1348, als Mutter Gabriella ihr Kloster verlässt, und mit einem Schatz, der die Grundfesten der christlichen Religion erschüttern könnte, Zuflucht in einem anderen Kloster sucht. Ihr dicht auf den Fersen sind die sogenannten Seelenräuber, die Anhänger Satans, die um jeden Preis an sich bringen wollen, was die Nonne besitzt. Doch dank des Todesmutes der Äbtissin Isolde wird das geheimnisvolle Buch viele Jahre nicht gefunden. Es ist das Evangelium nach Satan, eine Schrift, die deutlich macht, dass Christus sich in der Stunde seines Todes von Gott abgewandt haben soll und dass er nicht auferstanden ist. Für Milliarden von Christen weltweit wäre diese Nachricht ein Schock – das Zentrale des Glaubens wäre verloren, Hoffnungslosigkeit würde um sich greifen, die katholische Kirche wäre nicht mehr, was sie war.
Und gerade jetzt, im 21. Jahrhundert, ist der Schwarze Rauch, eine geheime Gruppe von Kardinälen, wieder hinter dem Evangelium Satans her. Sie wollen den Papst töten, einen der ihren zum neuen Papst wählen lassen und die Kirche von innen heraus zerstören. Und dazu ist ihnen jedes Mittel recht…
Eher durch einen Zufall kommt die Agentin Maria Parks in Spiel. Sie ermittelt eigentlich in einem Mordfall in den USA – vier Frauen sind auf grausamste Weise ermordet und an Kreuze genagelt worden. Der Täter scheint übermenschliche Macht zu haben – man kann ihn mit Waffengewalt nicht zu Fall bringen. Er nennt sich „Kaleb der Wanderer“ – doch kann es wirklich sein, dass ein Dämon seit Jahrtausenden überall auf der Welt solch grausame Morde begeht? Dass es ausgerechnet die vier jungen Frauen getroffen hat, deren Tod Maria untersuchen soll, ist allerdings kein Zufall: die vier Frauen waren Nonnen aus dem Orden der Weltfernen Schwestern, einer streng geheimen Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche, die seit Jahrhunderten darauf spezialisiert ist, die geheimen Schriften der Kirche zu übersetzen und die gefährlichen Schriften vor der Außenwelt zu verbergen.
Maria, die seit einem Unfall die Gabe besitzt, per Vision zu erleben, was andere Menschen vor ihrem Tod erlitten haben, ahnt zu Anfang noch nicht, dass sie sich hier in eine lebensgefährliche Mission begeben hat…

Wie mir das Buch gefallen hat: Es beginnt ja wirklich sehr spannend. Der erste Teil dreht sich um Schwester Isolde und das Satansevangelium. Auch danach, als Maria und die Mordermittlungen ins Spiel kommen, ist es noch sehr, sehr spannend. So bis Seite 200 (von 650) fand ich dieses Buch richtig gut. Danach beginnt man sich etwas zu langweilen. Erstens: auch mal wieder ein Buch, das sich mit der katholischen Kirche und irgendwelchen Verschwörungstheorien beschäftigt. Hatten wir schon. Mehr als einmal. Ermordete Päpste? Hatten wir schon. Illuminati? Geheimlogen? Die Kirche wird „in ihren Grundfesten erschüttert“? Hatten wir schon. Und besser! Ziemlich genervt hat mich mit der Zeit auch Mari Parks, die dann mal nebenbei auch nach dem Satansevangelium sucht. Und sich plötzlich – praktisch! – ganz gezielt aussuchen kann, von wessen Leben und Sterben sie gerade Visionen hat. So kann sie alles Mögliche erleben, das sie sonst nicht erfahren hätte. Warum Mr. Graham sich als Zugabe zu dieser „Gabe“ dann noch überlegt hat, dass Maria während ihrer Visionen auch noch das Aussehen der jeweiligen Person annimmt, hat sich mir nicht erschlossen. Die letzten 450 Seiten des Romans waren für mich bestenfalls zwischendurch spannend, aber größtenteils eher mäßig.
Einen Minuspunkt hat auch die Aufmachung verdient: Der Seitenrand ist schwarz eingefärbt, damit das Buch grusliger aussieht. Leider kleben dadurch die Seiten zusammen, was beim Lesen sehr nervt. Auch die schwarzen Krümel, die sich beim Auseinandermachen der Seiten dann auf dem Sofa breitmachen, nerven.

16.10.09 17:51
 



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