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E.T.A. Hoffmann: Nachststücke

nachtstücke
Nachtstücke: Der Sandmann / Das öde Haus / Das steinerne Herz

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich mir Anfang 2002 gekauft, und zwar für ein Seminar zum Thema "Romantik". Ich habe damals nur eine der Erzählungen gelesen (denn über "Das öde Haus" musste ich ein Referat halten). Jetzt wurden's alle drei.

Zum Inhalt: Die Sammlung "Nachststücke" enthält drei Erzählungen von E.T.A. Hoffmann, nämlich "Der Sandmann", "Das öde Haus" und "Das steinerne Herz". Alle drei sind Geschichten über Unerklärliches und sollen den Leser durchaus etwas gruseln.
Der Sandmann erzählt von dem Studenten Nathanael, der während seines Studiums glaubt, den Mann wiederzusehen, den er für den Tod seines Vaters verantwortlich macht: der Anwalt Coppelius hatte vor vielen Jahren - so glaubt Nathanael - alchemistische Experimente mit seinem Vater durchgeführt, bei denen dieser zu Tode kam. Coppelius ist Nathanael immer wie der Teufel vorgekommen, umso schlimmer ist es nun für ihn, ihn in dem Wetterglashändler Coppola wiederzuerkennen. Von ihm kauft Nathanael ein Glas, das ihm nichts als Unglück bringt und ihn ins Verderben stürzt.
Das öde Haus spielt in Berlin, und in dieser Erzählung geht es um einen jungen Mann, dem bei einem seiner Spaziergänge plötzlich ein kleines Haus zwischen all den Prachtbauten in der Straße auffällt. Er versucht herauszufinden, was es mit diesem Gebäude auf sich hat, doch er erhält nur widersprüchliche Auskünfte. Eines Tages meint er, im Fenster dieses Hauses das Gesicht einer jungen Frau zu sehen. Obgleich man ihm sagt, dass dort keine Frau lebe und dass es sich bei dem Gesicht nur um ein Gemälde handelt, das man beim Abstauben ins Fenster gestellt habe, lässt den Mann das Gesicht nicht mehr los, es scheint ihn regelrecht zu verfolgen...
Das steinerne Herz erzählt vom Hofrat Reutlinger, der jedes Jahr auf seinem Anwesen ein Fest veranstaltet, bei dem sich alle Gäste so anziehen müssen, als sei es das Jahr 1760. Dies erinnert ihn an seine Jugend, in der er glücklich gewesen ist, bis er von seinem Bruder hintergangen wurde. Jahre zuvor hat Reutlinger aus Wut auf den Bruder auch den Neffen verstoßen, der eigentlich bei ihm gelebt hatte. Max kommt nun zu seinem Onkel und bittet ihn um Vergebung, doch Reutlinger zeigt sich zunächst uneinsichtig. Schließlich aber hat er eine Erscheinung, die alles verändern soll.

Wie mir das Buch gefallen hat: Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt, Hoffmann zu lesen, auch wenn ich Klassikern der Literatur generell nicht abgeneigt bin. Doch Hoffmanns Art zu erzählen, stellt mich immer wieder vor eine Herausforderung.
Die Erzählung "Der Sandmann" hat mir eigentlich dennoch sehr gut gefallen. Die Handlung ist spannend, als Leser versucht man zu ergründen, ob Coppola tatsächlich derselbe Mann ist, vor dem Nathanael sich als Kind fürchtete. Auch erzähltechnisch hat mir diese Erzählung gefallen, weil Hoffmann sie durch Briefe beginnen lässt, in denen Nathanael, Clara (seine Verlobte) und Lothar (ihr Bruder) Nathanaels Erlebnisse darlegen und kommentieren. Auch die Fortführung und das Ende der Erzählung haben mir gefallen.
"Das öde Haus" hat mich dann schon weniger unterhalten, um es mal so zu sagen. Zwar ist auch diese Geschichte gut erzählt und auch die Auflösung des Ganzen ist nicht schlecht, aber das Besondere, das "Der Sandmann" hat, hat "Das öde Haus" für mich nicht.
"Das steinerne Herz" fand ich dann vor allem eins nicht - gruselig oder unheimlich. Beim Titel hatte ich mich auf etwas in der Art von Poe gefreut, aber so ist es dann gar nicht, zumal auch die Erscheinung, die Reutlinger hat, sehr einfach aufgelöst wird. Schade.
Ich möchte die literarische Qualität der Erzählungen zwar nicht in Frage stellen, aber mir hat dennoch nur "Der Sandmann" richtig gut gefallen. So.

8.11.09 13:22
 



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