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Franck Thilliez: Der rote Engel

der rote engel
Der rote Engel

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Cover und Klappentext finde ich sehr beunruhigend. Ich weiß nicht, ob ich mir das Buch gekauft hätte. Thore fand aber, dass es gut klang, und so kam es zu uns nach Hause.

Zum Inhalt: Sechs Monate ist es jetzt her, dass die Frau von Kommissar Franck Sharko verschwunden ist. Kein Lebenszeichen hat Sharko erhalten und es ist zu vermuten, dass sie längst nicht mehr lebt.
Ein neuer Fall bringt den Kommissar dann aber auf andere Gedanken - wenn auch nicht unbedingt auf schönere, denn ein grauenhaftes Szenario erwartet ihn an einem Tatort, zu dem er gerufen wird. Das Opfer, eine junge Frau, ist auf schreckliche Weise "hergerichtet" worden und diese Bilder sind selbst für den hartgesottenen Polizisten zu viel.
Die Spur führt Sharko bald in die tiefen Abgründe derjenigen, für die Schmerz und Qual zu ihrer Sexualität gehört, und für die scheinbar keine Art der Folter zu schlimm ist. Schnell entsteht der Verdacht, dass die junge Frau für ein Snuff-Video umgebracht wurde, auch wenn man die Existenz dieser Filme immer füt düstere Legenden gehalten hat.
Und das Morden geht weiter, immer wieder wird Sharko mit Schauplätzen des Grauens konfrontiert - und schließlich stößt er bei seinen Ermittlungsarbeiten auf ein Buch aus dem 13. Jahrhundert, in dem ein Wahnsinniger Morde an "Sündern" schildert, die genau den Szenarien entsprechen, die Sharko an den Tatorten gesehen hat. Offenbar häkt sich der Mörder hier für die Reinkarnation des "roten Engels" - und zu Sharkos Entsetzen erscheint es nun auch immer wahrscheinlicher, dass dieser Wahnsinnige seine Frau in seiner Gewalt hat! Hin- und hergerissen von dem Wunsch, Suzanne wiederzusehen und der Angst davor, sich vorzustellen, was sie monatelang in der Gefangenschaft durchmachen musste, versucht Sharko nun umso mehr, den Mörder zu fassen...

Wie mir das Buch gefallen hat: Die ersten hundert Seiten lang habe ich überlegt, ob ich das wirklich weiterlesen will. Thilliez schreibt wirklich schonungslos und grausam. Mir war ungelogen schlecht beim Lesen, und ich lese gern Thriller und kann Einiges ab. Doch dann, wenn die Handlung und die Ermittlungen etwas vorankommen, muss ich wirklich sagen, dass mir dieser Thriller dann doch noch sehr gut gefallen hat. Er ist spannend, wirklich gut geschrieben, gut aufgebaut, und hat ein überzeugendes Ende, auch wenn der Showdown... na ja, eben ein Showdown ist.
Thilliez schafft hier außerdem einen Ich-Erzähler, der eine ganz eigene Stimme hat. Sharko kommentiert mit manchmal schwarzem Humor das Geschehen und man hat wirklich das Gefühl, dass Erzähler und Figur sehr gut passen.
Fazit: Am Anfang echt VIEL zu grausam für meinen Geschmack, schließlich dann aber durchaus ein guter und lesenswerter Thriller.

14.11.09 18:49
 



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