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André Pilz: No llores, mi querida - Weine nicht, mein Schatz

weine nicht, mein schatz
No llores, mi querida - Weine nicht mein Schatz

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Keine Ahnung, wie Thore auf dieses Buch aufmerksam wurde, aber er hat es sich im Oktober diesen Jahres gekauft - und da musste ich es natürlich auch lesen.

Zum Inhalt: Rico ist Skinhead. Kein Nazi, sondern Skinhead. Stark in der Gemeinschaft mit seinen Kameraden. Zusammen trinken sie Alkohol, feuern ihren Fußballverein an, schlagen sich mit den Fans der gegnerischen Mannschaft und lassen sich von der Polizei nichts gefallen. Gewalt ist nichts Besonderes, ist an der Tagesordnung, es gilt das Gesetz des Stärkeren und das ist alles, was bei Rico zählt.
Als Schüler war er klein und schwach, das wollte er nie wieder sein. Rico will zu denen gehören, die gewinnen, auch wenn das heißt, dass zu seiner Clique Leute wie Locke gehören, die Gewalt schön finden und die wirklich Nazis sind. Leute also, mit denen Rico eigentlich nichts anfangen kann, denn er verabscheut es, wenn Unschuldige gequält werden.
Die Welt teilt sich in Schwarz und Weiß, in Liebe und Hass, dazwischen gibt es nichts. Böhse Onkelz hören und merken, dass man lebt. Das ist es.
Mit der Musik kann Rico alles vergessen. Seine Vergangenheit, seine traurigen Eltern, die das Leben ihres Sohnes nicht verstehen können. Seinen ätzenden Job bei der Post, wo er ausgebeutet wird, den er aber zum Überleben braucht.
Und bei seiner Arbeit lernt Rico Maga kennen. Maga ist Mexikanerin und eigentlich vergeben. An einen Studenten mit BMW und rosigen Zukunftsaussichten. Der arme Skinhead passt eigentlich nicht zu Maga. Und die Ausländerin passt auch nicht zu Rico. Trotzdem verlieben sich die beiden ineinander. Doch das ist nicht ganz ungefährlich...

Wie mir das Buch gefallen hat: Es ist schwierig, das Buch einfach so zu beschreiben. Was mir sehr gefallen hat, war die ungeschönte Darstellung der Skinheadkultur. Einiges, was Pilz hier beschreibt, wusste ich nicht. Zudem ist der Roman eben nicht pädagogisch wertvoll und will es auch nicht sein (im Gegenteil?), was bei der Thematik sehr erfrischend ist. Ja, vor allem hat mir gefallen, dass es "anders" ist, das Buch. Denn die vielen Gewaltbeschreibungen und die sehr herbe Sprache waren mir manchmal etwas zu viel.
Insgesamt aber wirklich lesenswert, zum Nachdenken auf jeden Fall interessant...

1.12.09 22:04
 



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