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Siegfried Lenz: Die Auflehnung

die auflehnung
Die Auflehnung: Roman

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch wanderte in "mein" Bücherregal, als Thore und ich zusammengezogen sind. Es gehört zu seiner Lenz-Sammlung.

Zum Inhalt: Sie sind Brüder, und doch so unterschiedlich wie es nur geht: Frank ist Teichwirt und züchtet Fische, die er dann weiterverkauft an Restaurants und Gasthöfe. Doch das Geschäft geht nicht gut - und nun kommen auch noch unerwartete andere Feinde von außen hinzu: Kormorane, die Franks Existenzgrundlage einfach wegzufressen drohen. Doch sich gegen diese Tiere einfach zu "wehren", wie Frank es tun würde, ist verboten...
Und in diese Situation kommt nun auch noch Willy, Franks Bruder. Willy ist seinen Weg gegangen und hat jahreland als erfolgreicher Teekoster gearbeitet. Willy konnte jede Mischung erschmecken, die tollsten Sorten kreieren - und wurde von seinen Kollegen deswegen immer nur "die Zunge" genannt. Doch nun lassen Willys Geschmacksnerven ihn im Stich und er muss seinen Job aufgeben. Um sich zu orientieren, lässt er sein Leben hinter sich und fährt zu Frank und dessen Frau.
Schwierig ist sie, die Situation in Franks Familie. Unausgesprochene und offene Konflikte schwelen vor sich hin, keinem der Charaktere des Romans gelingt es zunächst wirklich, sich mit seinem Problem auseinanderzusetzen und es zu bekämpfen. Willy zum Beispiel lenkt das Zusammentreffen mit seiner ehemaligen und viel jüngeren Kollegin Corinna ab, die er plötzlich mit ganz anderen Augen sieht und die ihn auch zu mögen scheint... und Frank muss sich mit einem ehemaligen Mitarbeiter auseinandersetzen ohne zu wissen, dass dieser Unterstützung aus der eigenen Familie bekommt...

Wie mir das Buch gefallen hat: Zunächst erscheint das Ganze wie ein Roman voller unglücklicher Menschen. Das Lesen ist ein Eintauchen in die Charaktere und in die Familiengeschichte der beiden Brüder. Lenz beschreibt die Situation so, wie nur er es kann, mit einer ganz besonderen Erzählstimme, die einen mitnimmt zu Franks Fischteichen...
Der Titel "Die Auflehnung" deutet es schon an - es gibt Neuanfänge und Kämpfe für die beiden Brüder und jeder kämpft auf seine eigene Art und Weise gegen das an, was sein Leben zu zerstören droht. Letzten Endes bleibt einem als Leser zumindest eins: Blut ist dicker als Wasser... ein großartiges, schön zu lesendes Buch, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

1.12.09 22:20
 



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