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Paul Torday: Bordeaux

bordeaux
Bordeaux: Ein Roman in vier Jahrgängen

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich 2009 von Susanne zu Weihnachten bekommen. Bei Amazon war es vor allem wegen seines tollen Covers auf meinen Wunschzettel gewandert...

Zum Inhalt: Frank Wilberforce war einst Eigentümer einer erfolgreichen Londoner Software-Firma. Zusammen mit seinem Partner Andy arbeitete er nahezu Tag und Nacht, hatte kaum Freizeit und interessierte sich eigentlich für nichts außer seinem Job. Eines Tages lernte er bei einer Spritztour mit seinem Auto den schrulligen Francis Black kennen, der einen sagenumwobenen Weinkeller besitzt, und der Wilberforce vom ersten Moment an fasziniert. Immer mehr taucht er in die Welt von Francis und dessen Freunden Ed, Eck und Catherine ein - vor allem aber lernt Wilberforce hier, Wein zu trinken und Wein zu schätzen. Hat er früher nie auch nur ein Glas Rotwein getrunken, ist er nun bald bei zwei Gläschen am Abend und er schmeckt erstmals Unterschiede zwischen den Weinen und hat das Gefühl, eine ganz neue Welt kennenzulernen.
Vier Jahre später ist Wilberforce pleite, weil er seine Firma verkauft hat, um den riesigen Weinkeller von Francis Black zu kaufen. Er trinkt sechs Flaschen Rotwein am Tag, wenn es "gut" läuft, auch gern mal mehr. Alle seine Freunde sind ihm abhanden gekommen, weil er sie hintergangen und belogen hat; und Catherine, die er erst vor kurzer Zeit geheiratet hatte, ist tot. Irgendwas ist da mit einem Unfall tief in Wilberforces Gedächtnis verankert... aber was?
Nun möchte Wilberforces Arzt unbedingt, dass Wilberforce eine Therapie macht und dem Alkohol abschwört. Er habe bereits körperliche Gebrechen, die vom Alkoholkonsum kämen, meint er. Das kann Wilberforce gar nicht finden, und es interessiert ihn eigentlich auch gar nicht wirklich, denn immer öfter betritt er seine eigene Welt und findet sich statt in London in Bogotá wieder...

Wie mir das Buch gefallen hat: "Bordeaux" ist ein Buch, das wirklich gut geschrieben ist und dass Spaß macht, auch wenn das, was passiert, eigentlich traurig ist. Man lässt sich von Wilberforce in die Geschichte hineinziehen und ist dabei, wenn er einem enthüllt, was in den "vier Jahrgängen" geschehen ist.
Dabei ist gerade die Tatsache, dass Wilberforce der Erzähler des Romans ist, interessant, denn natürlich ist er in verschiedenen Phasen des Romans unterschiedlich glaubwürdig und zurechnungsfähig. Seine Wahnvorstellungen von Bogotá haben mich am Anfang total irritiert, weil ich sie gar nicht einordnen konnte. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das eigentlich gerade interessant, sich auf Wilberforce einzulassen.
Der Roman wird rückwärts erzählt, von 2006 bis 2002. Man erlebt also zuerst Wilberforces Zusammenbruch mit und dann wird Stück für Stück klar, wie es dazu kam. Puzzleteile fügen sich zusammen, immer mehr entschlüsselt und versteht man den Werdegang von Wilberforce. Auf dem Klappentext steht als Kommentar zu dem Roman von der Literarischen Welt: "Faszinierend abstoßend und reizvoll. Eine moderne Gruselgeschichte." Dem schließe ich mich an. Dieser Roman hat etwas ganz Eigenes, reißt einen mit und gleichzeitig schüttelt man immer wieder den Kopf. Toll erzählt und sehr lesenswert!

18.1.10 20:07
 



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