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Friedrich Schiller: Wilhelm Tell

wilhelm tell
Suhrkamp BasisBibliothek (SBB), Nr.30, Wilhelm Tell

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Drama habe ich mir vor nunmehr fast acht Jahren gekauft, nämlich zu Uni-Zeiten. Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich es in der Schule auch schon mal gelesen hatte, aber diese Ausgabe stand lange ungelesen in meinem Regal. Bis jetzt.

Zum Inhalt: Sie sind ein Volk, das sich nach seiner Freiheit sehnt, und das mit der Unterdrückung überhaupt nicht fertig wird. Die Schweizer sind es leid, dass der Landvogt und seine Männer sie nahezu versklaven, rauben, morden, ihren Familien Gewalt antun und ihren Willen mit aller Kraft durchsetzen wollen. Der Vater Arnold von Melchthals wird von den Soldaten ausgeraubt und geblendet, und das ist für den Sohn der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt: er verbündet sich mit Walther Fürst und Werner Stauffacher, um sich von der Tyrannei zu befreien. Dazu beschließen sie, so viele Männer wie möglich zu einem geheimen Treffen zusammenzurufen, bei dem sie sich überlegen wollen, wie sie gegen die Unterdrückung vorgehen wollen.
Bei dem Treffen am Vierwaldstättersee am Rütli kommt es dann zum Rütli-Schwur, bei dem die Männer beschließen, was genau sie gegen die Besatzungsmacht unternehmen wollen. Zu großen Verwunderung aller ist Wilhelm Tell nicht anwesend, doch das bedeutet nicht, dass er sich den Soldaten oder dem Landvogt unterordnet.
Ganz im Gegenteil: Tell weigert sich, den Hut zu grüßen, den der Landvogt Gessler auf einer Stange hat aufstellen lassen, und vor dem die Bürger sich verneigen sollen, wenn sie dort entlang gehen. Tells Weigerung führt dazu, dass Gessler, als er zufällig vorbeikommt und davon hört, von Tell verlangt, er solle seinem Sohn einen Apfel vom Kopf schießen; wenn er das tue, entgehe er einer Bestrafung.
Tell lässt sich auf diese Sache ein, doch er nimmt einen zweiten Pfeil aus seinem Köcher, und erklärt Gessler nach dem erfolgreichen Schuss, dass er, wenn er seinen Sohn durch den Pfeil getötet oder verwundet hätte, er Gessler mit dem zweiten Pfeil getötet hätte. Daraufhin wird Tell gefangen genommen und ohne es zu wissen, hat Gessler mit dieser Tat sein Schicksal besiegelt...

Wie mir das Buch gefallen hat: Dramen gehören auf die Bühne, deswegen ist es immer schwieriger, sie zu lesen. Dennoch hat mir "Wilhelm Tell" sehr gut gefallen. Die Umsetzung der schweizer Legende um den Nationalhelden ist - auch wenn man die Geschichte schon kennt - interessant zu lesen. Schiller zeigt nicht nur die Helden der Geschichte auf, es gibt durchaus Figuren, die Angst haben und sich der Herrschaft der Besatzer beugen, was ja auch realistisch ist. Es klingt immer bescheuert, bei einem solchen Klassiker etwas zu loben, was andere schon jahrhundertelang (und besser) gelobt haben, dennoch möchte ich sagen, dass es sich lohnt, "Wilhelm Tell" mal gelesen zu haben.
(Und dies hier ist ja auch keine literaturwissenschaftliche Abhandlung, sondern ein Leseeindruck!)

13.2.10 10:14
 



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