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Erik Fosnes Hansen: Das Löwenmädchen

löwenmädchen
Das Löwenmädchen

Wie ich zu dem Buch gekommen bin: Dieses Buch habe ich von meinem Schwager Arne zu Weihnachten 2009 bekommen. Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch eine Rezension im Büchertreff. Und so wanderte es dann nämlich auf meinen Wunschzettel...

Zum Inhalt: Im Leben vom Stationsvorsteher Arctander, der in einem kleinen norwegischen Dorf dafür zu sorgen hat, dass der Bahnbetrieb reibungslos verläuft, muss alles immer nach Plan funktionieren. Seine Mitarbeiter nennen ihn den "Sekundenzeiger" und belächeln ihn ein wenig. Doch im Großen und Ganzen kann man sagen, dass in seinem Leben alles nach Plan verläuft, bis zu dem Tag, an dem seine Ehefrau Ruth bei der Geburt des gemeinsamen Kindes stirbt.
Die Trauer ist unendlich, und das Neugeborene kann auch keinen Trost spenden, denn der Vater ist vom Aussehen seiner Tochter entsetzt: das kleine Mädchen ist von oben bis unten mit einem Fell bedeckt und sieht aus wie ein kleines Tier.
Alle Hoffnungen, dass Evas Fell bald ausfallen möge, sind vergebens. Das Mädchen wächst heran und die Haare, die den gesamten Körper bedecken, bleiben. Der Vater fürchtet die Blicke der Menschen, die Bemerkungen und die Mutmaßungen darüber, wie es zu diesem Aussehen kommen könnte, denn es ist 1912 und die Menschen sind nicht besonders aufgeschlossen und tolerant - schon gar nicht auf dem Land, wo Eva lebt.
Und so ist das kleine Mädchen meistens nur in Gesellschaft von Hanna, ihrem Kindermädchen, das sich fast rund um die Uhr um das "Löwenmädchen" kümmert. Und mit einer Löwin hat Eva wirklich noch mehr gemeinsam als das Fell - sie hört nämlich nicht auf, von einer schönen Zukunft zu träumen, und sie gibt sich selbst nicht auf. Immer wieder versucht sie, wenn auch nicht immer erfolgreich, Schritte hinaus in das Leben, das die anderen auch führen dürfen.
Als Leser begleitet man Eva von ihrer Geburt bis hin zu ihrer Teenagerzeit. Man darf in ihrem Tagebuch lesen und bekommt sowohl von einem personalen Erzähler, als auch von ihr selbst, Einblicke in ein Leben, das man sich so schwer vorstellen kann.

Wie mir das Buch gefallen hat: Eva ist eine beeindruckende Figur, die Fosnes Hansen erschaffen hat. Der Roman wirkt auf mich sehr glaubwürdig und authentisch, und beim Lesen verlässt einen eine traurige und zum Teil hoffnungslose Stimmung nicht. Das macht das Weiterlesen manchmal schwer, vor allem, wenn es wieder um Ereignisse geht, bei denen Eva dem Hohn und Spott anderer Kinder ausgesetzt ist oder irgendwo anders ausgeschlossen wird.
Es ist ein Roman, den man nicht mal eben nebenher lesen kann. Man muss sich auf ihn einlassen, man muss ihn auf sich wirken lassen, und dann nimmt man auf jeden Fall etwas aus ihm mit.
Mir hat "Das Löwenmädchen" sehr gut gefallen, und ich denke, ich werde gern noch mehr von diesem Autor lesen.

14.2.10 08:45
 



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